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Start der Freibadzeit: Personal in Dransfeld dringend gesucht - Hann. Münden öffnet am Samstag

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Von: Jens Döll, Kira Müller, Per Schröter

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Mit einem Dampfstrahler bringt Schwimmmeister Matthias Corde die Beckenumrandungen im Dransfelder Freibad auf Hochglanz.
Mit einem Dampfstrahler bringt Schwimmmeister Matthias Corde die Beckenumrandungen im Dransfelder Freibad auf Hochglanz. © Per Schröter

In Dransfeld startet das Erlebnisbad bald in die Saison. Es fehlen aber noch Rettungsschwimmer. Dies könnte zum Problem werden. In Hann. Münden geht es bereits am Wochenende los.

Dransfeld/Hann. Münden – Am 21. 05.2021 öffnet das Erlebnis-Freibad in Dransfeld seine Pforten. Die Vorbereitungen für die neue Saison sind jedoch schon jetzt so gut wie fertig.

Dransfeld: Start am 21.05.2022 in die Saison

„In dieser Woche werden die Becken befüllt“, sagt Schwimmmeister Matthias Corde. Beim großen Schwimmbecken, das ein Fassungsvermögen von rund 1100 Kubikmeter (1,1 Millionen Liter) hat, dauere dieser Vorgang fünf Tage. „Wenn alle Becken gefüllt sind, könnte die Saison eigentlich starten“, so Corde.

Nachdem er zusammen mit einem Kollegen in allen Becken des Erlebnisbades beschädigte Fliesen ausgewechselt hat, legt Sebastian Raabe  von der Göttinger Firma Dawe Ausbau am Erlebnisbecken letzte Hand an.
Nachdem er zusammen mit einem Kollegen in allen Becken des Erlebnisbades beschädigte Fliesen ausgewechselt hat, legt Sebastian Raabe von der Göttinger Firma Dawe Ausbau am Erlebnisbecken letzte Hand an. © Per Schröter

Der Grund, warum die Vorbereitungen in diesem Jahr verhältnismäßig schnell abgeschlossen werden konnten, ist ziemlich simpel. „Wir hatten diesmal keine größeren oder ungewöhnlichen Baustellen“, sagt Matthias Corde. Die jährlich anfallenden Arbeiten wie das Säubern der Becken und Umrandungen sowie das Auswechseln beschädigter Fliesen seien Routine. „Für das Säubern bin ich zuständig und habe dabei diesmal Hilfe von unserem Gärtner bekommen, der auch für die Grünanlage zuständig ist“, so der Schwimmmeister. Die Fliesenarbeiten in den Becken werden von Fachleuten eines Göttinger Unternehmens übernommen.

Sterngere Maßnahmen 2020 und 2021

Um die Corona-Pandemie eindämmen zu können, galten in den Jahren 2020 und 2021 strenge Hygiene-Vorschriften. Teilweise mussten die Bäder sogar ganz geschlossen werden. Je nach Größe des Bades war nur eine bestimmte Anzahl an Menschen auf dem Gelände erlaubt; es mussten Zeitfenster gebucht werden. In Niedersachsens Corona-Stufenplan 2.0 vom Juli 2021 war die Öffnung der Freibäder erst bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 (fünf Tage in Folge) erlaubt.

Da der Winter diesmal jedoch nicht so streng war, habe sich die Zahl der geplatzten Fliesen auch in Grenzen gehalten. Eigentlich also gute Vorzeichen für eine unbeschwerte Badesaison, zumal in diesem Jahr wie in den anderen Freibädern der Region auch alle Corona-Beschränkungen wegfallen sollen.

„Allerdings haben wir ein akutes Personalproblem“

„Allerdings haben wir ein akutes Personalproblem“, sagt Matthias Corde, dem nach aktuellem Stand nur noch zwei Rettungsschwimmer als Badeaufsicht zur Verfügung stehen. „Im vergangenen Jahr waren es noch acht Rettungsschwimmer, die sich diese Aufgabe geteilt haben, aber sechs von ihnen haben aus unterschiedlichsten Gründen wie Studium oder Berufsstart aufgehört“, so Corde.

Täglich in Dransfeld geöffnet

Das Erlebnisbad der Samtgemeinde Dransfeld wird am Samstag, 21. Mai, geöffnet. Während der Saison ist das Erlebnisbad täglich von 12. bis 20.30 Uhr geöffnet. In den Sommerferien,(14. Juli bis 24. August) samstags und sonntags von 11 bis 20.30 Uhr. Kassenschluss ist jeweils um 19.30 Uhr. Das Ende der Badezeit ist eine halbe Stunde vor Schließung des Bades. Die Badegäste sind verpflichtet, sich unverzüglich anzukleiden und das Erlebnisbad so rechtzeitig zu verlassen, dass es pünktlich geschlossen werden kann, heißt es in der Bekanntmachung des Samtgemeindebürgermeisters, Mathias Eilers.

Dauerkarten können im Vorverkauf im Erlebnisbad am Mittwoch, 11. und Donnerstag, 12. Mai, jeweils von 15 bis 18 Uhr erworben werden.

Da man auf jeden Fall permanent eine Aufsicht für die Rutsche benötige, sei er händeringend auf der Suche nach Ersatz. „Bislang aber leider erfolglos.“ Als Konsequenz drohe die (zumindest zeitweise) Schließung der beliebten Wasserrutsche. „Das wollen wir jedoch unbedingt verhindern und daher wäre es toll, wenn sich Interessenten bei der Samtgemeinde melden würden“, so Cordes dringender Appell.

Hann. Münden: Start am 07.05.2022

Start ins Badeerlebnis: Um 8 Uhr beginnt am kommenden Samstag (07.05.2022) im Hochbad in Hann. Münden die neue Saison. Es wird dann täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet haben, teilen die Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM) mit, die das Bad am Rattwerder betreiben. Kassenschluss ist eine Stunde vor Schließung, die Badezeit endet immer eine halbe Stunde vor der Schließung um 20 Uhr.

Technischer Leiter der VHM Stefan Beer, Schwimmmeister Jörg Driever und Geschäftsführer der VHM Jens Steinhoff.
Damals waren die Becken noch leer. Auf dem Bild von links: Technischer Leiter der VHM Stefan Beer, Schwimmmeister Jörg Driever und Geschäftsführer der VHM Jens Steinhoff. © Kira Müller

Anders als in den vergangenen beiden Jahren gelten keine strengen Coronaregeln mehr im Hochbad. Es gibt laut VHM weder Maskenpflicht noch Kontaktverfolgungen oder Einlassbegrenzungen. Die Gäste sind aber weiter aufgerufen, auf den Abstand zu achten. Auch können in diesem Jahr wieder Dauer-, Tages- und Zehnerkarten erworben werden. In den vergangenen zwei Jahren in der Pandemie konnten ausschließlich Einzelkarten über ein Internetportal gekauft werden – das werde in diesem Jahr nicht mehr genutzt.

Kontakte:

Hochbad Hann. Münden, Rattwerder 3; Telefon: 0 55 41/70 72 41; E-Mail: info@hochbad.de; Webseite: hochbad.de

Erlebnisbad Dransfeld, Zum Hohen Hagen 10; Telefon: 0 55 02/12 11; E-Mail: info@fv-erlebnisbad.de; Webseite: erlebnisbaddransfeld.de

Einzelkarten für Erwachsene kosten laut Internetseite der VHM 3,40 pro Person, Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche unter 18 Jahren bezahlen zwei Euro, ebenso Auszubildende, Studierende, Absolventen eines freiwilligen Jahres sowie Menschen mit Behinderungen. Wie der Geschäftsführer der VHM, Jens Steinhoff, versichert, sind die Zehnerkarten, die vor Corona im Hochbad noch nicht vollständig abgestempelt wurden, auch in dieser Saison noch gültig. (Per Schröter/Kira Müller/Jens Döll)

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