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Dritter Platz für Jugendliche aus Bühren beim Wettbewerb „Schorse spräket Platt“

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Von: Per Schröter

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Gabriele Schuster und Annette Rummenhohl (vorne von rechts) überreichten den vier Preisträgern (von links) Oskar Pagel (weißes T-Shirt), Finja und Lenja Korf sowie Lina Hoffmann Urkunde und Preisgeld. Projektinitiator Georg Hoffmann (links) und die Mitglieder der Bührener Plattdeutschgruppe freuten sich mit ihnen.
Gabriele Schuster und Annette Rummenhohl (vorne von rechts) überreichten den vier Preisträgern (von links) Oskar Pagel (weißes T-Shirt), Finja und Lenja Korf sowie Lina Hoffmann Urkunde und Preisgeld. Projektinitiator Georg Hoffmann (links) und die Mitglieder der Bührener Plattdeutschgruppe freuten sich mit ihnen. © Per Schröter

Mit dem Wettbewerb „Schorse spräket Platt“ soll das ostfälische Platt erhalten bleiben. Vier Jugendliche aus Bühren belegten nun den dritten Platz bei dem Wettbewerb.

Bühren – Vier Jugendliche aus Bühren haben beim Wettbewerb „Schorse spräket Platt“ den dritten Platz belegt. Am Mittwoch erhielten sie den Preis für ihren Wettbewerbsbeitrag.

„Buiern – Dat is ouse Hamatdorp“ lautet der Titel des knapp fünfminütigen Films, den Lina Hoffmann, Finnja Korf, Lenja Korf und Oskar Pagel zusammen mit Ortsheimatpfleger Georg Hoffmann gedreht haben und in dem sie auf Plattdeutsch den Bührener Kulturpfad vorstellen.

„Als ich im Februar von dem Wettbewerb erfahren habe, hatte ich die Idee zu diesem Film“, sagte Georg Hoffmann. Nachdem er zunächst seine Enkelin Lina gefragt habe, ob sie nicht mitmachen wolle, und diese sofort zugesagt habe, habe diese schnell auch ihre beiden Freundinnen Finnja und Lenja Korf und dann auch Oskar Pagel für die Idee begeistern können.

Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt

„Gemeinsam haben wir dann den Film erarbeitet und dann haben Klaus Kecker und meine Frau Heidrun von der Plattdeutschrunde Bühren den Text ins ostfälische Platt übersetzt“, so Hoffmann. Genau dieses regionaltypische ostfälische Platt des südöstlichen Niedersachsens am Leben zu erhalten, das noch heute zwischen Bückeburg und Helmstedt und von Hann. Münden bis in die südliche Lüneburger Heide gesprochen wird, ist das Ziel des Wettbewerbs „Schorse spräket Platt“.

Der alle zwei Jahre von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Kooperation mit den Regionalen Landesämtern für Schule und Bildung in Niedersachsen ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an Kinder und Jugendliche und schickt sie auf Spurensuche nach dem ostfälischen Platt. In diesem Jahr hatten sich acht Schulen und Gruppen beteiligt.

Preisgeld von örtlicher Tischlerei verdoppelt

Der mit 300 Euro dotierte erste Platz war an die Grundschule in Scheden gegangen (die HNA berichtete), Platz zwei belegte die Grundschule in Adelebsen. „Es ist bemerkenswert, dass gerade hier in der Region noch so viele Kinder und Jugendliche auf den Dörfern Platt sprechen“, sagte Gabriele Schuster von der Sparkasse Göttingen, die im Namen der Sparkassenstiftung auf dem Bührener Tie das Preisgeld von 100 Euro überreichte, das von der im Ort ansässigen Tischlerei Martin Hoffmann noch einmal verdoppelt wurde.

Annette Rummenhohl von der Landesschulbehörde lobte alle Bührener Projektteilnehmer, besonders aber die Kinder. „Sie haben das super gemacht“, sagte sie.

Bührens Bürgermeister zeigte sich beeindruckt

„Der Gedanke hinter dem Film war es, die Sprachkultur des ostfälischen Platt mit dem für Bühren so wichtigen Kulturpfad zu verbinden“, sagte Georg Hoffmann, für den es „etwas ganz Besonderes“ gewesen sei, dass sich junge Menschen in ihrer Freizeit getroffen und Platt gesprochen hätten. „Als Gemeinde sind wir stolz auf die Preisträger“, betonte Bührens Bürgermeister Christoph Witzke.

Es sei „großartig“, dass die Plattdeutschgruppe es geschafft habe, diese jungen Menschen für das Projekt zu begeistern und sie mitzuziehen. Ein Sonderlob ging an Ortsheimatpfleger Hoffmann, „der solche Projekte immer wieder mit Herzblut vorantreibt“.

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