DRK: Reserven sind aufgebraucht

Landkreis Göttingen: Blutspender dringend gesucht

Eine Mitarbeiterin entnimmt einem Spender eine Blutspende.
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Eine Mitarbeiterin entnimmt auf diesem Symbolbild eine Blutspende.

Die Blutkonserven werden knapp. Das betrifft auch den Landkreis Göttingen. Das berichtet das DRK. Im vergangenen Jahr herrschte eine „mega Spendenbereitschaft“.

Landkreis Göttingen – Der Bedarf nach Blutkonserven ist in diesem Jahr höher als noch in 2020, gleichzeitig sinkt die Anzahl der Spender. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor Engpässen, die Reserven seien aufgebraucht.

Engpässe bei den Blutkonserven

Im Landkreis Göttingen fanden seit diesem Januar bis Juli 29 Blutspendetermine des Blutspendedienstes des DRK mit 2042 Spendern statt. Das berichtet Markus Baulke, Hauptabteilungsleiter für Blutspendewerbung. So gab es zum Beispiel vor Kurzem eine Blutspendeaktion in Landwehrhagen, wie die Pressestelle des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim berichtet. Dafür seien 94 Spender – davon sechs Erstspender – in die Turnhalle nach Landwehrhagen gekommen.

In Hann. Münden, mit den Ortsteilen, habe es in dem Zeitraum von Januar bis Juli 2021 zwölf Termine gegeben. Dabei haben 827 Menschen gespendet, im Schnitt kamen 68,9 Menschen zu den Terminen, berichtet Markus Baulke.

Die momentanen Engpässe seien ein Problem in ganz Niedersachsen und Deutschland. Hintergrund sei, so Baulke, dass viele Operationen, die im vergangenen Jahr wegen Corona abgesagt wurden, nun nachgeholt werden. Gleichzeitig sorgten die Lockerungen dafür, dass die Menschen die Termine vor Ort nicht wahrnehmen. Der Einbruch sei „schlagartig“ gekommen. Das habe im vergangenen Jahr noch anders ausgehen, so Baulke.

Trotz Corona und den damit eingehenden Maßnahmen und Beschränkungen habe eine große Blutspendebereitschaft geherrscht. Das Problem sei eher gewesen, dass viele Spendeorte geschlossen gehabt hätten. „Schulen waren zu, Dorfgemeinschaftshäuser geschlossen und andere Räume waren nicht groß genug“, berichtet Baulke. Es habe zwar im Schnitt weniger Termine gegeben, dafür kamen viele Menschen, die auch längere Wartezeiten in Kauf nahmen. „Es herrschte eine mega Spendenbereitschaft“.

Staufenberg: 94 Spender in Landwehrhagen

Der Blutspendedienst des DRK ist mit 24 Teams jeden Tag in Niedersachsen unterwegs, um vor Ort Blutspenden anzubieten. Im Bereich des DRK-Kreisverbandes Göttingen-Northeim hat es von Januar bis Juli 76 Termine mit zusammengenommen 5400 Spendern gegeben.

Zur Blutspende in Landwehrhagen sagte die Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes, Petra Reuß, abschließend: „Blut zu spenden ist ein unglaublich wichtiger humanitärer Akt und zugleich eine Form von Zivilcourage.“ (Jens Döll)

In Hann. Münden gab es vergangenes Corona-Jahre auch mehrere Blutspendetermine. Zudem machte ein DRK-Fackellauf der Hoffnung Station in der Dreiflüssestadt.

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