Vernadelung heißt das Verfahren, dass den Tillyschanzenturm sicherer macht

Tillyschanzenturm: Dübel durch die Steine

Neues Geländer: Vereinsmitglieder haben den Zickzackweg in Ordnung gebracht.

Hann. Münden. Mit grünem Gewebe verkleidet ist das Gerüst an der Tillyschanze in Hann. Münden. Was sich hinter diesem Vorhang abspielt, ließen sich Vereinsmitglieder zusammen mit Diplom-Ingenieur Jürgen Stieler von den Kommunalen Diensten der Stadt Hann. Münden und Norbert Elbrecht, Leiter des Bereichs Stadtentwicklung, zeigen.

Zurzeit wird das Mauerwerk „vernadelt“. Stefan Kupfer von der Baumanufaktur Betzold und Maak erläuterte das Verfahren: Der Turm besteht aus einer inneren und einer äußeren Mauer, die aber nicht miteinander verbunden seien. Die Fachleute bohren schräge Löcher durch beide Mauern, schieben einen langen Spezialdübel hindurch und pressen schließlich durch einen Schlauch Mörtel hinein. So werden die Mauern miteinander verbunden und gerissene Steine gesichert.

Das Brüstungsgitter der Aussichtsterrasse ist derzeit abgebaut. Es wird gereinigt, neu gestrichen und dann kindersicher wieder eingesetzt. Bislang war es am äußeren Rand der Brüstung befestigt, was zum Klettern auf die Mauer verleitete, so Christina Johannes vom Ingenieurbüro HAZ. Jetzt werde es innen eingesetzt und erhalte außerdem ein feinmaschiges Stahlnetz.

Zuvor waren die Zinnensteine neu aufgemauert worden: Es hatte sich gezeigt, dass der dazwischen befindliche Mörtel sich in Sand verwandelt hatte, in dem die Steine nur noch lose lagen.

Für den jetzigen Renovierungsabschnitt hat die Schutz- und Fördergemeinschaft 20 000 Euro aus der Niedersächsischen Umwelt-Bingo-Stiftung erhalten, 10 000 Euro Landeszuwendung der Denkmalpflege und 18 500 Euro aus Spenden. Den größeren Teil der Kosten trägt die Stadt.

Der Zickzwagweg, der mit Treppenstufen hinauf zur Tillyschanze führt, ist vorgestern fertig geworden: Vereinsmitglieder haben dort das Geländer erneuert. Und auch der Waldweg, der vom Parkplatz hinter dem Krankenhaus zum Aussichtspunkt führt, hat keine Schlaglöcher mehr: Vereinsmitglied Rüdiger Riedel hat mit großem Gerät den Weg ausgebessert.

Bis Ende September werden zwei Drittel der notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Vereinsvorsitzender Dr. Manfred Albrecht. Die Zusammenarbeit mit Stadt, Forst und Denkmalschutz nannte er hervorragend und ist nach wie vor völlig überwältigt von der Unterstützung, die die Fördergemeinschaft von allen Seiten erfährt. Wenn das alles so weitergehe, dann würden auch die restlichen Arbeiten kein Problem. Im nächsten Jahr sind der Turm und die Krone an der Reihe. (tns)

Für den 24. August lädt der Verein zum Sommerfest ein: Musik, Basteln, eine große Tombola, Geschichten hören, Essen, Trinken und mehr stehen auf dem Programm für Kinder und Erwachsene. Beginn ist um 11 Uhr, der Eintritt ist frei.

Sanierung der Tillyschanze

Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 
Sanierung der Tillyschanze
Sanierung der Tillyschanze © 

Die Mittelalterband Saltatio Draconum tritt zwischen 11 und 16 Uhr auf. Die Musiker spielen auf Trommeln und Sackpfeifen alte Melodien, haben aber auch eigene Kompositionen im Gepäck. Ab 17 Uhr übernimmt "The Rarities" aus Baunatal mit Pop und Rock.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.