Ernst Achilles-Wengel verlässt Samtgemeinderat

Ein Abschied mit Wehmut

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Verabschiedung: Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (links) schenkt Ernst Achilles-Wengel einen Stoffbeutel voller regionaler Leckereien zum Abschied.  

Dransfeld -  22 lange Jahre gehörte Ernst Achilles-Wengel von Bündnis 90/Die Grünen dem Rat der Samtgemeinde Dransfeld an. Nach seinem umzugsbedingten Ausscheiden wurde er nun während der jüngsten Ratssitzung verabschiedet. 

„Ich gehe mit Wehmut“, sagt der 66-Jährige, der 1996 erstmals in den Samtgemeinderat gewählt wurde und seine Arbeit dort immer gerne gemacht hat. „Als Grüner wurde man damals noch ziemlich misstrauisch beäugt und einige Ratsmitglieder waren auch nicht wirklich bereit, einem zuzuhören, wenn man etwas gesagt hat“, erinnert sich Achilles-Wengel, der von 1998 bis 2016 auch Mitglied des Gemeinderates in Jühnde war, an die Anfänge seiner kommunalpolitischen Karriere zurück. „Das hat sich im Laufe der Jahre aber auf angenehme Weise geändert“, betont er.

Obwohl die Fraktion der Grünen im Samtgemeinderat immer nur aus zwei Mitgliedern bestand und man somit nie die Chance hatte, bei wichtigen Themen mit zu entscheiden, ist die Liste seiner politischen Erfolge ziemlich lang. „In erster Linie habe ich aktiv an der Überführung der Samtgemeinde in den Wasserverband Peine mitgearbeitet, die eine große Erleichterung und Sicherheit für die Bürger gebracht hat“, sagt er. Als Erfolg verbucht Achilles-Wengel auch den Kampf für den Erhalt des Erlebnisbades, für die Absicherung der beiden Grundschulen, für die Verhinderung der Umgehungsstraße und für die Bildung und Gründung eines Präventionsrates.

„Nicht so gut war, dass wir 20 Jahre dafür gebraucht haben, um endlich einen Kreisverkehr zu bekommen“, sagt der ehemalige Grundschullehrer. Als echten Misserfolg wertet er den vergeblichen Einsatz für eine Dransfelder Gesamtschule. „Und wir hatten auch oft Schwierigkeiten, wenn es um ökologische Angelegenheiten ging“, so Achilles-Wengel.

„Insgesamt fand ich die Art und Weise des Umgangs miteinander und der Auseinandersetzung überwiegend richtig gut“, verabschiedete sich der 66-Jährige am Mittwoch von seinen ehemaligen Ratskollegen. Eine Meinung, die auch Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) teilte. „Bei aller Gegensätzlichkeit waren die Diskussionen mit Dir immer sachlich und fair“, sagte er. „Und das ist alles andere als selbstverständlich. Die Tatsache, dass es mit Ernst Achilles-Wengel viele Kontroversen gegeben habe und man „definitiv nicht immer einer Meinung“ gewesen sei, habe es immer auch interessant gemacht. „Ich danke Dir für die sehr gute, fruchtbare Zusammenarbeit und die vielen Entscheidungen, die wir dann doch zusammen getroffen haben“, sprach Eilers von einem „Abschied, der nach so langer Zeit mit Wehmut verbunden ist“.  

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