Ein Blick hinter die Kulissen der Feuerwehrarbeit

Der Einsatz nach dem Einsatz

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Immer sicher: Joshua Schouten und Katharina Rosenhagen beim Befüllen eines Handlöschers.

Jühnde - Denkt man an die Freiwillige Feuerwehr, dann hat man zumeist Einsatzkräfte vor Augen, die gegen lodernde Flammen kämpfen, bei Hochwassereinsätzen Sandsäcke stapeln oder bei Verkehrsunfällen Menschen aus ihren Autos retten. Die Einsatzdauer wird vom Alarm bis zum Abrücken angegeben – und ist damit nur die halbe Wahrheit.

Die Arbeit der Feuerwehrleute ist damit eben noch nicht beendet.

Was aber passiert eigentlich unmittelbar nach einem solchen Einsatz mit den nassen und teilweise extrem verdreckten Gerätschaften und Kleidungsstücken? Wie läuft der „Einsatz nach dem Einsatz“ ab? „Bei uns in der Samtgemeinde Dransfeld ist das gut geregelt“, sagt Jühndes Ortsbrandmeister Frank Hartje. Anstatt sich selbst um die Reinigung von stark verschmutzten Schläuchen oder Kleidungsstücken sowie die Reparatur von defekten Gebrauchsgegenständen wie Atemschutzgeräten kümmern zu müssen, könnten die Ortsfeuerwehren alles einfach bei der Hauptwache der Feuerwehr in Dransfeld umtauschen. „Das ist auch nötig, damit die Wehren schnell wieder einsatzbereit sind“, so Hartje.

Für die grobe Arbeit: Daniel Hartje kontrolliert eine Kettensäge und schärft ihre Kette.

Dass ein Einsatz mit dem Umtausch von Gerätschaften aber nicht automatisch gleich beendet ist, verstehe sich von selbst. „Natürlich sind wir selbst für die Sauberkeit und Funktionstüchtigkeit unseres Fahrzeuges und der Tragkraftspritze zuständig und müssen unsere Gerätschaften auch selbst überprüfen“, so der Ortsbrandmeister. Das geschehe zum einen in regelmäßigen Abständen bei den Übungsabenden, zum anderen aber auch unmittelbar nach den Einsätzen.

„Und das kann auch schon mal ganz schön nervig sein, weil man gerade nach längeren Einsätzen wie bei Bränden oder bei einer Hochwasserlage ganz schön ausgepowert ist“, meint Holger Hartje, der als Gerätewart der Jühnder Wehr für das Einsatzfahrzeug und die Tragkraftspritze verantwortlich ist. „Aber diese Arbeit gehört eben auch dazu und muss demnach auch gemacht werden.“

So werden die Ausrüstungsgegenstände fein säuberlich in der Halle ausgebreitet. Kanister mit Ölabscheidemittel werden befüllt. Die Kettensäge muss kontrolliert und nachgeschärft werden. Die Atemschutzgeräte werden durchgecheckt. Funktioniert etwas daran nicht richtig, werden sie sofort ausgetauscht.

Immer sicher: Joshua Schouten und Katharina Rosenhagen beim Befüllen eines Handlöschers.

Der Handlöscher braucht eine neue Füllung mit Schaummittel. Und schlussendlich muss alles wieder an seinen Platz – griffbereit und zuverlässig für den nächsten Einsatz.  

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