Gala der Ballettschule

Ein Feuerwerk des Tanzes in Hann. Münden

+
Kraftvoll inszeniert: Mit dem weltberühmten Titelsong „Flashdance“ eröffnete das gesamte Ensemble die Gala. Vorne zu sehen: Sophie Petereit, die auch als Solistin begeisterte.

Markante Gongschläge gaben die Bühne frei für die „21. Gala des Tanzes XXL“ der Ballettschule Udo Wandtke in Hann. Münden.

Die Zuschauer waren in Scharen in das Mündener Grotefend-Gymnasium gekommen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Geboten wurde ihnen ein Feuerwerk der Melodien, ein Kaleidoskop der Geschichten, Tanz in Bestform – von den jüngsten Elevinnen mit ihren ersten Schritten bis hin zu Ehemaligen mit eigenen Choreografien.

Das erste Feuerwerk zündete das gesamte Ensemble mit einem Ohrwurm - „Flashdance“, aus dem gleichnamigen Film. Leidenschaftlich versprühten die Tänzerinnen den Glanz der 70er. Schwungvoller hätte das Entree an einem fulminanten Abend nicht sein können. Schwung, gepaart mit fabelhaften Choreografien von Udo Wandtke, der sich hindurch zog und zu einer musikalischen Reise einlud.

Flotter Boogie, rebellischer Rock’n’Roll entführten in die 50er- und 60er-Jahre, legendäre Klänge von Michael Jackson oder die Ghostbusters-Hymne in die 80er, Songs wie „That Power“ von Justin Bieber oder „Natural“ von Imagine Dragon in die Gegenwart. Die Elevinnen, von den Jüngsten bis zu den Großen, bewiesen, welch Talent und Fleiß es braucht, um ihre Geschichten eindrucksvoll zu erzählen. Manche lud zum Schmunzeln ein – etwa jene mit Rad schlagenden und Klamauk machenden Harlekinen, getanzt von Carolin Heiß und Anna Baake in der Collage „Aller Anfang ist schwer“. Eine andere offenbarte angriffslustige Stubentiger, wild fauchend, mal sanft schnurren. In deren Rollen waren für Rossinis humoristisches Katzenduett Constanze Möller und Claudia Schäffner geschlüpft.

Auch Soloauftritte entflammten Begeisterung: von Sophie Petereit, Franziska Hoffmann und Greta Schelper, die sich mit Eleganz und Expressivität in den Herzen verewigten. Und die zeigten, dass sie im klassischen und modernen Ballett zuhause sind. Gefeiert wurden sie, wie alle Künstlerinnen mit viel Beifall. Eine Woge, die auch ehemaligen Wandtke-Schülerinnen zurecht erreichte, etwa Verena Piwonka und Luisa Fahrenbach für ihre außergewöhnlichen Inszenierungen.

Zu Gast war auch die Ballettschule Tschapek aus Schwerin, deren Ensemble ein kontrastreiches Programm bot. Sanfte Walzerklänge aus dem Film Cinderella verzauberten ebenso wie der körperbetonte „El Tango de Roxanne“ aus „Moulin Rouge“. Den Schlusspunkt setzte Adeles Kultsong „Rolling in the deep“, dessen Interpretation beim Publikum großen Anklang fand.

Die Tanzgala war ein Glanzpunkt im Jubiläumsjahr der Ballettschule. Vor 25 Jahren eröffnete sie Udo Wandtke, der zuvor Chefchoreograf am Weimarer Nationaltheater war.

Für Münden ein Glücksfall, die sich seitdem dank hervorragender Tanzausbildung immer wieder über solche Abende freuen darf. Abende puren Tanzvergnügens. Ein Schmaus für Augen und Ohren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.