Täter wollten Tresor mit Flex aufschneiden

Einbruch in Rewe-Markt in Landwehrhagen: Täter brachen Tresore auf

Rewe-Markt in Landwehrhagen überfallen

Landwehrhagen. Staufenberger Feuerwehren wurden am Dienstag um 6.02 Uhr wegen Rauchentwicklung im Markt alarmiert. Beim Eintreffen im Gebäude stellte die Wehr Spuren eines Einbruchs fest. Die Polizei rückte an.

„Ersten Ermittlungen zufolge drangen die Täter auf noch unbekannte Art und Weise in den Komplex ein und brachen anschließend den Wertschrank eines Supermarktes sowie den der Postfiliale auf“, teilte die Polizei am frühen Nachmittag mit. Wieviel Geld erbeutet wurde, teilte die Polizei nicht mit. „Mit dem erbeuteten Geld flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.“

Brandgeruch 

Die Freiwilligen Feuerwehren von Landwehrhagen, Sichelnstein und Lutterberg waren über Melder und Sirene wegen angeblicher Rauchentwicklung im Markt alarmiert worden, berichtete Lutz Muraro, Pressesprecher der Feuerwehr Staufenberg. Eine Angestellte der Bäckerei habe einen Brandgeruch wahrgenommen und die Feuerwehr verständigt.

Beim Eintreffen im Supermarkt stellten die Feuerwehrleute fest, dass in das Gebäude eingebrochen wurde. Die Alarmanlage sei ausgeschaltet gewesen, Trümmerteile der Anlage hätten im Büro des Marktinhabers gelegen. Der Marktinhaber, so Muraro, habe berichtet, dass sich am Dienstag gegen fünf Uhr der Wachdienst bei ihm telefonisch gemeldet hatte. Der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes habe mitgeteilt, dass die Alarmanlage gestört sei; gesendete Signale kämen nicht zurück.

Aktualisiert um 16.05 Uhr

Zunächst hatte der Marktinhaber angenommen, es liege eine Störung im Netz der Telekom vor. Beim Eintreffen im Markt aber musste er feststellen, dass Einbrecher am Werk waren und offenbar die Alarmanlage ausgeschaltet hatten. Mutmaßliche Ursache des Brandgeruchs, den die Bäckereiverkäuferin wahrgenommen hatte: Die Täter hatten mit einer Flex versucht, den Tresor im Büro des Marktinhabers und in der Poststelle im Markt zu öffnen.

Die Kunden, die gestern zum Markt an der Hannoverschen Straße kamen, waren verdutzt und staunten, dass sie nicht einkaufen konnten. „Bei uns ist eingebrochen worden“, sagte eine Mitarbeiterin vor dem geschlossenen Markt, während die Polizei im Inneren nach Spuren suchte. Der Supermarkt war bis auf Weiteres geschlossen.

Eine Frau, die vor dem Geschäft stand, war Melitta Pape. Sie ist gegen 4 Uhr am Rewe-Markt vorbeigekommen, weil sie Zeitungen austrägt. „Da war nichts, wenn da was gewesen wäre, hätte man was sehen müssen.“ Der Markt blieb gestern den ganzen Tag geschlossen.

Keine Anhaltspunkte

Ob dieser Einbruch mit den zwei Einbrüchen in die VR-Bank in Münden im Juni und September zusammenhängt, ist eher unwahrscheinlich. Derzeit gebe es dafür keine Anhaltspunkte, so Polizeisprecherin Jasmin Kaatz, „zumal die Täter bei dem Einbruch VR-Bank und dem aktuellen Einbruch in den Rewe-Markt bei der Art der Tatausführung unterschiedlich vorgegangen sind“.

Im Juni entstand beim Aufbruch zweier Geldautomaten ein Gesamtschaden von rund 250.000 Euro, bei der zweiten Tat gelang es den Tätern nicht, die Geldautomaten aufzubrechen. Die Taten sind nicht aufgeklärt. (kri/awe)

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