Eine Initiative für besseren Verkehr

Ambitioniertes Vorhaben: Henning Stahlmann bei der Vorstellung des Projekts IMES. Weiter von links: Ilja Nastjuk, Harald Wegener, Bernd Grebenstein und Mathias Eilers. Foto: Dessauer

Hann. Münden/Dransfeld/Staufenberg. Die Bürger und ihre individuellen Bedürfnisse im Straßenverkehr standen im Mittelpunkt der Vorstellung von IMES, einem „innovativen Mobilitätsprojekt" zur Verbesserung der Verkehrsstrukturen im Raum Dransfeld, Hann. Münden und Staufenberg.

Organisiert und begleitet wird das Projekt vom Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) und einer Forschungsgruppe der Uni Göttingen. Neben den Bürgermeistern der drei Kommunen, Mathias Eilers, Harald Wegener und Bernd Grebenstein, waren Henning Stahlmann, Verbandsgeschäftsführer des ZVSN, und Ilja Nastjuk, Mitarbeiter der Sustainable Mobility Research Group (SMRG) - also der Forschungsgruppe für nachhaltigen Verkehr - der Göttinger Uni anwesend.

Über Linienverkehr hinaus

Wie Stahlmann gegenüber der HNA erklärte, sei das vom Amt für regionale Landesentwicklung mit 200 000 Euro in drei Modellräumen (Osterode, Uslar, Hann. Münden) geförderte Vorhaben zunächst auf zwei Jahre angelegt. Das Aufdecken vorhandener Probleme und die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen solle dabei in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern in den Gemeinden geschehen. Es sei jedoch ausdrücklich nicht der normale öffentliche Personennahverkehr gemeint, welcher von den Gästen im Welfenschloss stark kritisiert wurde. Verpasste Anschlüsse und zu wenige Haltestellen waren nur zwei der angesprochenen Punkte.

Genau diese Probleme will Ilja Nastjuk mit seiner Forschungsgruppe angehen und anhand des vorhandenen Bedarfs alternative Mobilitätsformen im ländlichen Raum entwickeln. Hierzu werden in den kommenden Monaten Kurse angeboten und Treffen initiiert, in denen die vorhandene Problematik gemeinsam erörtert und anschließend behoben werden soll.

Damit dies gelingt, müsse der Begriff ÖPNV jedoch zunächst geweitet werden, so Stahlmann. Unterstützt wurde er hierbei von Mathias Eilers, der ausgab: „Wir müssen uns von dem Gedanken an liniengebundenen Verkehr lösen.“

IMES soll nach den angesetzten zwei Jahren in ein Folgeprojekt übergehen. Interessierte, die an dem Projekt mitwirken wollen, können sich an Kerstin Gerke vom ZVSN wenden. Tel.: 055138948-12, E-Mail: kerstin.gerke@zvsn.de. (mad)

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