St. Martini-Kirchengemeinde: Festvortrag und Konzert ergänzten sich wunderbar

Musikalische Zeitreise

Kenner der Kirchengeschichte: Dr. Wolf Dietrich Berner, ehemaliger Pastor in Dransfeld.

DRANSFELD. „Ich freue mich sehr, dass der Kirchenchor mit dieser etwas ungewöhnlichen Gestaltung aus Wort und Musik sofort eingewilligt hat, mitzusingen“. Das sagte Dr. Wolf Dietrich Berner, ehemaliger Pastor in Dransfeld und bis zu seiner Pensionierung Superintendent des Kirchenkreises Bleckede am Samstagabend bei seinem Festvortrag in der St. Martini-Kirche in Dransfeld. Sein Thema: Die Geschichte der Kirchengemeinde Dransfeld – zugleich im Spiegel der Kirchenmusik.

„Singen gehört von Anfang an dazu. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Dieser 23. Psalm gehört wohl zu den bekanntesten Bibelworten. Bis heute beten und singen wir diesen Psalm. Das sollte eben zum Ausdruck kommen: Ursprünglich wurde der Psalm gesungen“. So wurde dieser Abend auch musikalisch mit diesem, vom Dransfelder Kirchenchor unter der Leitung von Ursula Zakikhany, gesungenem Psalm (Melodie und Satz von Arthur Henry Troyte), begonnen. Gefolgt von dem Kanon „Magnificat“, bei dem sich der Chor in vier Gruppen im Kirchenraum aufteilte, um gemeinsam mit den Besuchern zu singen.

Es folgte ein „Wechselspiel“ aus Liedern der unterschiedlichen Epochen, passend zum Vortrag. Hoch konzentriert verfolgten die Konzertbesucher dem Vortrag, der sie durch die Jahrhunderte der christlichen Kirchengeschichte bis hin zur Gründung der St. Martinigemeinde in Dransfeld führte und die folgenden zum Teil sehr schweren Zeiten. In einem wundervoll harmonischen Chorgesang lauschten die Zuhörer den Musikwerken und Orgelmusik der verschiedenen Epochen wie dem Lied „Der du bist drei in Einigkeit“ in Anlehnung an einen gregorianischen Gesang und der weiteren in der Folge weiterentwickelten Kirchenmusik.

Lieder aus der Zeit der Anfänge der christlichen Kirche, vor und nach der Reformation sowie vom in Dransfeld geborenen Komponisten Johannes Jeep, Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel wurden gesungen.

„Im 18. Jahrhundert, im Zeitalter des Barock, erreichte die Kirchenmusik einen Höhepunkt, zugleich tritt die Orgel ihren Siegeszug an“, erzählte Berner, während Organistin Gabriele Renneberg ihren Platz an der Kirchenorgel eingenommen hatte, um die Besucher mit „Präludium“ (Johann Sebastian Bach) zu verzaubern. Knapp zwei Stunden dauerte die vorgetragene „Zeitreise der christlichen Kirchengeschichte“ durch die Jahrhunderte. Der gemeinsame Gesang vom Chor und Besuchern beendete diesen „musikalischen Flug“ durch die Kirchengeschichte der St. Martinigemeinde mit dem Psalm 9 (Melodie Claude Fraysse).

Von Margitta Hild

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