Eine neue Idee fürs Toiletten-Häuschen

Trist und unansehnlich: Das verwaiste Toilettenhäuschen am Kestenmühlenweg. Der ASV könnte es als Vereinsheim gebrauchen. Foto: Schröter

Dransfeld. Eigentlich waren die Tage des Toilettenhauses am ehemaligen Festplatz im Dransfelder Kestenmühlenweg längst gezählt. Nachdem es zwölf Jahre lang leer gestanden hatte, sollte das rote Backsteinhäuschen in diesem Jahr abgerissen werden.

Rund 12.000 Euro hätte das die Stadt gekostet. Jetzt aber scheint eine andere Lösung in Sicht zu sein.

„Wir suchen schon seit geraumer Zeit eine Bleibe für unseren Verein“, sagt Dirk Krüger, Vorsitzender des Ausdauersportvereins (ASV) Velo Venezia Dransfeld. Im 25. Jahr seines Bestehens zähle der Verein derzeit 81 Mitglieder, habe aber nach wie vor kein Vereinsheim, keinen zentralen Punkt für das Vereinsleben und auch keine Lagerfläche für das vereinseigene Inventar.

„Als wir von den Abrissplänen für das Toilettenhäuschen hörten, fragten wir uns, ob das nicht etwas für uns sein könnte“, so Krüger. Da er in der direkten Nachbarschaft des ehemaligen Festplatzes aufgewachsen sei, habe er sich daran erinnert, dass das Häuschen in früheren Zeiten einmal ein Wohnhaus war und somit nach einigen Rückbaumaßnahmen als Vereinsheim geeignet sein müsste.

„Wir haben uns den Schlüssel von der Stadt geholt und waren bei der Besichtigung überrascht, in welch gutem Zustand das Haus nach so langem Leerstand noch ist“, berichtet der ASV-Vorsitzende. Die Kosten für die nötigen Umbaumaßnahmen dürften nach Krügers Schätzung 10 000 Euro nicht übersteigen. „Allerdings muss das Haus erst wieder an das Wasser- und das Stromnetz angeschlossen werden“, sagt er.

Vertrag aushandeln 

Ob aus den Plänen des ASV tatsächlich etwas wird, steht noch in den Sternen. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, so Krüger. Entscheidend werde sein, wie ein möglicher Pachtvertrag mit der Stadt aussehen würde. „Wenn wir das Haus tatsächlich umbauen und renovieren, dann sollte ein solcher Vertrag möglichst langfristig sein“, sagt er. Am Ende wäre dann aber jedem gedient. Die Stadt würde die Abrisskosten einsparen und der Verein würde endlich eine Bleibe finden. „Und am schönsten wäre es, wenn wir unser 25-jähriges Jubiläum am 22. Dezember 2016 schon in unserem neuen Vereinsheim feiern könnten“, sagt Dirk Krüger. (per)

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