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Eine Zeitreise: Scheden feiert 60 Jahre Johann-Joachim-Quantz-Schule

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Von: Margitta Hild

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Zum Lied Macarena: hinten links: Friederike Teuteberg; Benjamin Mielenhausen; Pauline Teuteberg. Vorne links: Isabel Brandt; Sandra Drefs und Gudrun Hein.
Zum Lied Macarena: hinten links: Friederike Teuteberg; Benjamin Mielenhausen; Pauline Teuteberg. Vorne links: Isabel Brandt; Sandra Drefs und Gudrun Hein. © Margitta Hild

Die Johann-Joachim-Quantz-Schule in Scheden wird 60 Jahre alt: mit Tanzeinlage der Lehrer, Glückwünschen vom Bürgermeister, einem Segen und einer Überraschung für die Schüler.

Scheden – „Schule ist mehr als Pauken und Plagen, Schule ist mehr als nur Quälerei“, eröffneten die Schüler und Schülerinnen singend mit dem Schullied „Schule ist mehr“ die kleine Feststunde zum 60. Jubiläum in der Turnhalle der Johann-Joachim-Quantz Schule in Scheden. 60 Jahre Schule in Scheden, ein echter Grund zu feiern. Denn wie es auch in dem Lied heißt: „Schule bringt Spannung in dein Leben, Herzklopfen – das ist Schule auch“. Gemeinsam hielt das Kollegium die Eröffnungsrede.

„Das 60. Jubiläum ist das diamantene Jubiläum. Wenn etwas 60 Jahre gehalten hat, somit gilt es als unglaublich wertvoll und robust“. Doch man würde an diesem Ehrentag weder Gebäude, Wände oder Türen feiern, sondern stünden im Mittelpunkt die Menschen, die aus einem nüchternen Schulgebäude eine lebendige Schule machen, welche täglich diesen Diamanten gestalten.

Gespannt warten die Schüler und Schülerinnen auf die von den Lehrern angesagte Überraschung. Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers überbrachte Glückwünsche.
Gespannt warten die Schüler und Schülerinnen auf die von den Lehrern angesagte Überraschung. © Margitta Hild

Lehrer der Grundschule Scheden tanzten für Schüler Macarena und YMCA

Gelebte Lebendigkeit legte dann auch mit geballter Energie der vereinte Lehrkörper auf das Parkett, der die vergangenen 60 Jahre in einer musikalischen Zeitreise durch die sechs Jahrzehnte tanzte. Die Kinder hatten einen höllischen Spaß dabei, ihre Lehrer zu „Let‘s twist again“, „YMCA“ oder „Macarena“ in modisch angepasstem Outfit tanzen zu sehen.

Bei „Saturday Night Fever“ saß ebenfalls der Hüftschwung. „Wir haben zum Üben eine Woche lang ganz extrem die Pausen genutzt, wenn wir keine Aufsicht hatten und auch nach dem Unterricht wurden die Choreografien noch umgestellt und trainiert. Alle waren begeistert und toll dabei“, so Lehrerin Sandra Drefs. Ein frisches Konzept für eine Feier einmal nicht von Kindern einstudierte Programmpunkte, sondern für die Kinder aufzuführen.

Glückwünsche und Segen für die Johann-Joachim-Quantz-Schule

„Ich glaube keiner erwartet jetzt wirklich von mir eine Tanzeinlage, das wäre auch nicht wirklich erquickend. Aber wirklich großen Applaus noch mal an die Lehrer und alle, die hier mitgemacht haben, das war schon eine ganz große Leistung“, begann Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers seine Glückwunschrede.

Zum Lied Macarena: hinten links: Friederike Teuteberg; Benjamin Mielenhausen; Pauline Teuteberg. Vorne links: Isabel Brandt; Sandra Drefs und Gudrun Hein.
Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers überbrachte Glückwünsche. © Margitta Hild

Den Segen sprach Pastorin Annette Lapp: „Ich habe festgestellt, Gebäude können super sein. Tolle Ausstattung, super Lehrmaterialien. Alles ganz, ganz toll. Aber das alles ist überhaupt nichts wert, wenn die Leute, die damit arbeiten nicht mit Liebe, Begeisterung und Leidenschaft dabei sind. Ich empfinde diese Schule als einen Segen für Scheden. Für ganz viele Menschen, Eltern, Kinder und glaube auch für die Lehrer und Lehrerinnen. Und auch für uns persönlich ist sie das schon gewesen“ so Lapp. Bevor sie den Segen sprach, erklärte sie kindgerecht was überhaupt ein Segen ist.

„Ihr müsst euch das so vorstellen. Gott oben im Himmel der sieht uns alle und wenn er uns segnet, dann kommt er uns ganz nah, nimmt uns in den Arm und gibt uns ein Küsschen auf die Stirn“, so Lapp, zog im Anschluss an den Segen überraschend eine Konfettikanone aus einer Tasche und zündete diese, was juchende Begeisterung bei den Schülern auslöste.

Auch ehemalige Lehrer waren gekommen und auch ein wenig wehmütig. „Ich bin schon ein wenig traurig, dass ich nicht mehr aktiv dabei bin“, so Monika Franke-Zamponi.

Johann-Joachim-Quantz-Schule kann auf lange Geschichte zurückblicken

Am 14. Dezember 1962 wurde die heutige Grundschule als Mittelpunktschule (Klasse eins bis neun) in Scheden eingeweiht. „Von diesen 60 Jahren durfte die Samtgemeinde Dransfeld 50 Jahre die Verantwortung für diese Schule mit übernehmen, denn so ist das in Niedersachsen: Das Land zahlt die Lehrer und die Gemeinde zahlt Hausmeister, Sekretärin und das ganze Gebäude mit Inventar“, so Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers. Doch dieser Teil sei ihnen sehr wichtig. Schule unterliege einem ständigen Wandel.

Als er in die Schule gekommen sei, ist er noch sechs Tage, somit auch samstags in die Schule gegangen. Mit der Einführung der Ganztagsschule, in Scheden sogar an vier Tagen in der Woche, braucht es natürlich auch Einrichtungen, an die man vorher nicht gedacht hat wie eine Mensa oder einen Leseraum.

„Doch das außergewöhnliche Engagement der Elternschaft über den Förderverein, dem engagierten Kollegium vor Ort und der Unterstützung durch die Hildebrand-Stiftung verdient eine besondere Anerkennung für diesen besonderen Einsatz zum Wohle dieser Schule“, so Eilers. Und vielleicht würden ja auch in 40 Jahren Kinder, die heute hier zur Schule gehen als Eltern oder vielleicht sogar als Lehrer an genau diese Schule zurückkehren, wenn das 100. Jubiläum gefeiert wird. (Margitta Hild)

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