Ortsfeuerwehr Hann. Münden zog Bilanz – Positive Entwicklung bei Kinder- und Jugendfeuerwehr

245 Einsätze für Brandschützer

Feuerwehr beim Löscheinsatz: Am 21. November 2015 rückte die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand in der Straße Hinter der Stadtmauer in der Mündener Altstadt aus. Foto: Burkhardt

Hann.Münden. Das ist der Alltag bei der Feuerwehr: Während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Hann. Münden mussten Samstagabend Einsatzkräfte zu einem Autobahnunfall ausrücken, um technische Hilfe zu leisten (siehe Bericht unten).

Die Bilanz für 2015, die Ortsbrandmeister Eike Schucht bei der Versammlung zog, kann sich sehen lassen. 245 Mal rückten die ehrenamtlichen Brandschützer voriges Jahr aus – zu Bränden, Technischen Hilfeleistungen und Hilfeleistungen anderer Art. „Vielfalt ist unsere Stärke“ , so Eike Schucht, sei das Jahresmotto 2016 der Feuerwehren in Niedersachsen. Was dieses Motto für die Feuerwehr der Kernstadt bedeutet, machte der Ortsbrandmeister an vier Beispielen deutlich.

Einsatztechnik

1928 wurde das erste motorisierte Löschfahrzeug in der Stadt Münden angeschafft, ein offener Wagen mit eingebauter 1000-Liter-Spritze. Den Platz dieses Fahrzeugs nehme heute der LF 16/12 ein, Beispiel für den Fortschritt der Einsatztechnik.

Schutzbekleidung

Einst gingen die Brandschützer mit einer Uniform aus Schurwolle oder Blaumann aus Baumwolle mit Stahlhelm in den Einsatz, heute schütze eine hochwertige Brandschutzbekleidung aus Kunstfasern und ein Feuerwehrhelm aus Kunststoff vor Gefahren.

Kinder- und Jugendwehr

Von den zwölf Gründungsmitgliedern stieg die Zahl bei der Kinderfeuerwehr voriges Jahr auf 27 Mädchen und Jungen. Ebenso positiv sei der Anstieg bei der Jugendfeuerwehr – von elf auf 23 Jugendliche. Nicht die Zahl allein sei erfreulich, sondern auch die Vielfalt. Kinder und Jugendliche aus verschiedensten Nationalitäten engagierten sich. Schucht: „Die Feuerwehr steht für eine Gemeinschaft von Menschen. Unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Ansehen einer Person.“

Sein besonderer Dank, so der Ortsbrandmeister, gelte den Betreuern der Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Mehr Einsätze, mehr Risiko

Glücklicherweise sei voriges Jahr kein Brandschützer der Ortsfeuerwehr bei einem Einsatz verletzt worden. Wie schnell das aber hätte passieren können, machte Schucht an dem Einsatz bei der Firma Constantia am 27. April deutlich. Dort war es während des Einsatzes zu einer Explosion gekommen. Nur aufgrund von Problemen mit der Funkverbindung habe sich vor der Explosion der Angriffstrupp aus dem betroffenen Gebäude entfernt.

Der Ortsbrandmeister dankte den Feuerwehrleuten für den Einsatz und deren Familien für die Unterstützung sowie Verwaltung und Rat mit Bürgermeister Harald Wegener an der Spitze für die gute Zusammenarbeit. (kri)

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