Ein Elektro-Auto für viele Nutzer: eCarsharing in Jühnde

Olaf Lies (SPD)

Jühnde. Ein Elektro-Auto, dass sich die Bewohner eines Dorfes teilen: Dieses so genannte eCarsharing ist Teil des Elektromobilitätskonzeptes des Landkreises Göttingen und wird in Jühnde umgesetzt.

Am Freitag, 26. Juni, stellen der Landkreis, die Uni Göttingen und die Bürger, die an der Probephase teilgenommen haben, das Projekt vor.

Zu Gast ist Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, der einen Impulsvortrag hält. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr und findet Auf dem Tie statt. Dort kann man sich auch direkt zum elektrischen Dorfauto anmelden und Probe fahren.

Seit Dezember 2014 speisen Bürgerinnen und Bürger aus Jühnde das Projekt mit Ihren Erfahrungen und stellen somit die Grundlagen für ein innovatives Geschäftsmodell, das Dörfer in Zukunft nachhaltig mobil machen soll, infor miert dazu die Pressestelle des Landkreises. Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Grünen Auto Göttingen und dem Centrum Neue Energien (CNE) in Jühnde. Mittlerweile seien 33 Jühnder Familien am eCarsharing beteiligt.

Im Rahmen der feierlichen Veranstaltung sollen der Beteiligungsprozess sowie die erarbeiteten Ideen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Insbesondere sollen hiermit Akteure aus anderen Dörfern und Gemeinden mit Interesse an der Einführung eines ähnlichen Modells angesprochen werden. Die Diskussion über Hürden und Herausforderungen, Knackpunkte und Erfolgsfaktoren soll die Nachahmung des Jühnder Modells in der Region anregen und unterstützen.

Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg wurde im April 2012 als eine von vier deutschen Regionen als Schaufenster Elektromobilität durch die Bundesregierung ausgewählt. Rund 30 Projekte laufen im Gebiet der Metropolregion im Rahmen dieses Programms.

Im Landkreis wird seit Ende 2013 unter dem Titel „e-Mobilität vorleben“ an der Entwicklung eines regionalen Elektromobilitätskonzeptes gearbeitet, das dauerhaft sicherstellen soll, dass die Menschen zwischen Stadt und Umland mobil sind. Partner sind die Universität Göttingen, die EAM und der Verein Ländliche Erwachsenenbildung.

Zum Konzept gehören die Erprobung von elektrischen Carsharing-Modellen im Dorf, die Anbindung von Bus und Bahn mit Elektrofahrrädern sowie die intelligente Nutzung erneuerbarer Energien im privaten Haushalt unter dem Stichwort Smart Grid (intelligente Stromnetze). Dieses Konzept werde im Rahmen des Niedersächsischen Schaufensters Elektromobilität mit insgesamt 2,3 Millionen Euro gefördert.

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