Produktion geht in die Türkei

Endgültiges Aus für Eaton in Hann. Münden

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Schließt Ende März: Der Eaton-Standort in Hann. Münden. 

Es war ein Ende mit Ansage: Am 31. März endet die Produktion bei Eaton am Standort Hann. Münden. Für die verbliebenen Mitarbeiter geht es danach anders weiter.  

Bereits 2016 wurden die Schließungspläne des Unternehmens in der Dreiflüssestadt bekannt. Die Produktion von Hydraulikschläuchen, die bisher in Hann. Münden erfolgte, wird in die Türkei verlagert.

Aktuell sind noch 73 Mitarbeiter bei Eaton am Standort Hann. Münden beschäftigt. Sie werden laut Werksleiter Olaf Meurer zunächst in eine Transfergesellschaft überführt.

Die Schließung des Standortes sei über zwei Phasen geplant gewesen, so Meurer. 50 Prozent der einst über 170 Mitarbeiter seien bereits freigestellt und in eine Transfergesellschaft überführt worden. 80 Prozent dieser ersten Welle hätten aus der Transfergesellschaft heraus eine Anstellung gefunden, berichtet Meurer.

Anfang der Woche habe es nochmals einen Interessenausgleich zwischen Betriebsrat, Arbeitsagentur und Konzern für die verbliebenen Mitarbeiter gegeben. Sie werden nach der Schließung ebenfalls in die Transfergesellschaft wechseln.

Anfang 2019 sei der Sozialplan beispielsweise hinsichtlich der Inflation und Abfindungszahlungen nochmals angepasst worden, sagt Meurer. Mit den Mitarbeitern seien Aufhebungsverträge geschlossen worden.

Mitarbeiter, die mehr als 15 Jahre im Unternehmen tätig gewesen seien, könnten zwölf Monate in der Transfergesellschaft bleiben, bei einer kürzeren Betriebszugehörigkeit verringere sich diese Zeit auf bis zu neun Monate. Ziel sei, die Mitarbeiter schnellstmöglich auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Vor allem für langjährige Mitarbeiter sei es natürlich nicht ganz einfach, dass die Zeit des Standortes Hann. Münden ende. Andererseits sei die Entscheidung länger bekannt gewesen und die Mitarbeiter könnten planen, wie es weitergeht. „Die Schließung geht mir selbst nah, da ich lange hier am Standort war. 

Jetzt ist für uns Zeit, nach vorne zu blicken“, sagt Meurer. Sofort ausgehen werden die Lichter am 31. März aber nicht: „Zusammen mit einem fünfköpfigen Team sorgen wir dafür, dass die Betriebsgebäude besenrein übergeben werden können“, erklärt Meurer.

Dazu zählten beispielsweise Dekommissionierungsarbeiten, die noch bis Ende des dritten Quartals 2020 andauern könnten. Welche Pläne das Unternehmen mit dem Werksgelände hat, ist bislang nicht bekannt.

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