Energie für Elektroautos: E-Tankstelle in Jühnde eingeweiht

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Start: Gemeindebürgermeister Dietmar Bode (von links), EAM-Projektleiter Jörg Hausknecht und Alistair Adam-Hernandez (Landkreis Göttingen) weihten die neue E-Tankstelle in Jühnde ein.

Jühnde. Wie kann die steigende Menge erneuerbarer Energien in einem intelligenten Stromnetz genutzt werden? In einem Feldtest gibt es jetzt eine E-Tankstelle für Jühnde.

Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit der kommunale Energieversorger EAM, der dazu unter der Leitung des Landkreises Göttingen und in Zusammenarbeit mit dem Centrum Neue Energien (CNE) und der Universität Göttingen in der Gemeinde Jühnde einen Feldtest abwickelt.

Etwas mehr als ein Jahr ist es inzwischen her, dass der Landkreis das Projekt „E-Mobilität vorleben“ gestartet hat, mit dem er sich am Niedersächsischen Schaufenster Elektromobilität der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg beteiligt (die HNA berichtete).

Bis Ende Juni dieses Jahres stehen nun Testhaushalten in Jühnde Elektroautos zur Verfügung, die diese für jeweils zwei Wochen nutzen können. In 15 dieser Haushalte hat die EAM Mess- und Steuertechnik sowie die notwendigen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge („Wall-Boxen“) installiert. „Über diese Technik werden die Fahrzeuge aufgeladen und die Auswirkungen der Elektromobilität auf den eigenen Haushalt erforscht“, sagt EAM-Projektleiter Jörg Hausknecht. Zusätzlich werde in dem Bioenergiedorf das E-Carsharing als gemeinschaftliche Nutzung von Elektroautos getestet. Diese Modellentwicklung unterstützt die EAM mit der Installation einer Ladesäule an der Oberen Straße, die Hausknecht kürzlich zusammen mit Gemeindebürgermeister Dietmar Bode sowie Vertretern des CNE und des Landkreises einweihte und an der die eingesetzten Fahrzeuge bis zum Projektende kostenlos „tanken“ können.

„In Jühnde verbinden wir die Zukunftsthemen E-Mobilität und intelligente Stromnetze“, sagte Jörg Hausknecht. Die Entwicklung intelligenter Stromnetze erschließe für den Einsatz von Elektrofahrzeugen neue Möglichkeiten. „Bei hoher Einspeisung aus erneuerbaren Energien in einem dezentralen Energiesystem können E-Autos zeitlich flexibel geladen werden, als Speicher dienen und zu gleichmäßiger Auslastung des Stromnetzes beitragen.“

Ziel der EAM sei es, dass die Autos vor allem dann aufgeladen werden, wenn viel regenerativ erzeugte Energie im Netz sei. „Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, den Energieverbrauch zu beobachten und ihn an die dezentrale Erzeugung anzupassen.“ (per)

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