Ratsmitglied wünscht sich, dass Gemeinde die Veranstaltung unterstützt

Enttäuschung über Absage von Radel-mal-im-Niestetal

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Das Radel mal im Niestetal: 19 Jahre fand es statt. Wie im vergangenen Jahr wurde es für dieses Jahr abgesagt.   

Staufenberg. Die erneute Absage des Radel mal im Niestetal ist bei Joachim Beisheim, Fraktionsmitglied der Grünen im Staufenberger Rat, auf Enttäuschung gestoßen. Er hält es für wünschenswert, dass auch die Gemeinde Staufenberg dieses Rad-Event auf autofreien Straßen mitträgt.

Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass die Gemeinde eine alleinige Organisation weder personell noch finanziell leisten könne. Aus seiner Sicht, so Grebenstein, sei die Gemeinde Staufenberg „nicht der Hauptveranstalter des Radel mal im Niestetal und war es auch bislang nicht. Ein solches Fest liegt immer in den Händen der Vereine und Verbände, welche in dem Ort ansässig sind“.

Beisheim war an den Vorbereitungen für das Radel mal im vergangenen Jahr beteiligt, das ebenfalls abgesagt worden war. Es sollte eine Tour in einem größeren Rahmen werden, zusammen mit den Nachbargemeinden Nieste und Niestetal. Es habe an Helfern gefehlt, sagte damals Carsten Teller, Ortsbürgermeister von Uschlag und Dahlheim, der mit an der Organisation beteiligt war. Aus Sicht Beisheims habe es aber vor allem an der Gemeinde Staufenberg gelegen, dass das Radel mal 2017 abgesagt werden musste. 2016/2017 habe sich eine Gruppe ehrenamtlicher Mitstreiter gefunden mit dem Ziel, das Radel mal zum 20-jährigen Bestehen „aufgefrischt mit einem neuen Konzept“ zu organisieren, so Beisheim. „Die Planungen waren weit fortgeschritten und auch die Nachbargemeinden Nieste und Niestetal hatten ihre Teilnahme in einer gemeinsamen Sitzung bereits zugesagt. Ein weiterer Termin mit den drei beteiligten Gemeinden war für April 2017 anberaumt, um ein Werbekonzept und letzte Details zur Streckenführung abzustimmen.“ Hierzu sei es allerdings nicht mehr gekommen, da überraschend die Gemeinde Staufenberg mit einem Schreiben im März 2017 mitteilte, dass sie sich aus personellen und organisatorischen Gründen nicht beteiligen könne. Nähere Ausführungen, so Beisheim weiter, „weshalb nach zuvor 19 Veranstaltungen nun 2017 keine Beteiligung der Gemeinde Staufenberg möglich wurde und weshalb sich diese Erkenntnis erst nach sechsmonatiger Vorbereitungszeit einstellte, erfolgten nicht. Mit dem Ausstieg der Gemeinde Staufenberg war das Veranstaltungskonzept hinfällig und die Veranstaltung gestorben“.

An den Vorbereitungen für das geplante Radel mal in diesem Jahr hatte sich Beisheim nach den Erfahrungen von 2017 nicht beteiligt. Er sei aber auch nicht angesprochen worden, so Beisheim.

Um eine Lösung für die Veranstaltung zu finden, wollen die Staufenberger Grünen mit Ortsbürgermeister Carsten Teller (SPD) über einen Ratsantrag für das Radel mal sprechen. Teller hatte, wie berichtet, gesagt, dass er künftig nicht mehr als Organisator zur Verfügung stehe, aber noch als Helfer.

Ähnlich äußerte sich auch Hartmut Ahlers vom ADFC Staufenberg. Ahlers war an der Organisation des Radler-Festes viele Jahre beteiligt. Auch er stehe als Helfer zur Verfügung. Aus seiner Sicht könne kein Verein und kein Privater die Verantwortung als Veranstalter allein auf sich nehmen. 

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