Einsicht und Stellungnahmen möglich

Entwürfe für Seilrutschenpark am Hohen Hagen bei Dransfeld liegen aus

Luftbild des Gaussturms vor dem Steinbruch am Hohen Hagen.
+
Der Gaußturm am Hohen Hagen ist als Startpunkt zum Seilrutschenpark der Schattenspringer GmbH geplant.

Dransfeld – Bis zum 21. Mai können sich Interessierte die aktuellen Pläne zum Seilrutschenpark am Hohen Hagen bei Dransfeld ansehen und dazu Stellung nehmen, wie die Verwaltung auf ihrer Internetseite mitteilt.

Der Vorentwurf des Bebauungsplanes und die Änderung des Flächennutzungsplanes liegen im Rathaus Dransfeld aus und sind online einsehbar.

Auf dem Gebiet des ehemaligen Steinbruchs will die Schattenspringer GmbH einen Seilrutschenpark einrichten. Zuletzt hatte der Geschäftsführer Christoph Brand im September seine Ideen bei einer öffentlichen Sitzung in der Stadthalle Dransfeld vorgestellt. Demnach sollen vom Gaußturm aus über den Steinbruch im Zickzack Seilrutschen führen. Im Wald in der Nähe des Haus Hoher Hagen könnte ein Hochseilgarten entstehen. Vorhandene Wanderwege sollen auch mit dem touristischen Angebot erhalten bleiben.

Naturschützer, wie die Vereine Bund und Nabu kritisieren die Pläne, vor allem die Größe des Projekts und den zu erwartenden Lärm bei den Aktivitäten, weil in der Gegend seltene Arten wie der Grauspecht und Steineidechsen leben.

Seilrutschenpark Dransfeld: Auswirkungen auf Natur werden untersucht

Die Pläne geben eine Übersicht über das betroffene Gebiet sowie ein Ausgleichsgebiet in der Nähe des Steinbruchs. In der knapp 50-seitigen Begründung zum Bebauungsplan sind auch voraussichtliche Umweltauswirkungen aufgelistet, die in einem folgenden Umweltbericht genauer untersucht werden sollen.

Darin sind zum Beispiel die betroffenen beziehungsweise angrenzenden Landschaftsschutzgebiete (LSG) „Weserbergland-Kaufunger Wald“, das Flora-Fauna-Habitat „Buchenwälder und Kalkmagerrasen zwischen Dransfeld und Hedemünden“ (FFH-Gebiet 170) und der Naturpark Münden zu finden. Diese Gebiete sollen den Charakter der Landschaft sowie wild lebende Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume schützen sowie Erholung und Tourimus ermöglichen. Die Auswirkungen auf die Gebiete und ihre Schutzfunktion für Arten und der Schutz von Boden und Grundwasser sollen untersucht werden.

Der Vorentwurf führt auch Vorschläge für Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und zum Ausgleich von Beeinträchtigung auf Natur und Landschaft auf. Das sind beispielsweise Tabuzonen zum Schutz von tierischen Nahrungsgebieten, die gezielte Besucherlenkung und dauerhafte Pflege zum Erhalt bestimmter ökologischer Strukturen.

Service: Einsicht in die Unterlagen gibt es im Internet sowie im Rathaus Dransfeld, Kirchplatz 1. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 0 55 02/3 02 60.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.