Ernteausfälle: Dürre schadet Bauern im Landkreis

Altkreis Münden. Die anhaltende Dürre macht den Bauern im Landkreis zu schaffen. Schon jetzt wird mit erheblichen Einbußen bei der Ernte gerechnet.

Da die Region Südniedersachsen/Nordhessen laut dem Staufenberger Wetterexperten Kai Neumann derzeit die trockenste in ganz Deutschland ist, könnte es sein, dass sich ein weiteres Problem bei der Preisbildung auftut.

„Seit Ostern gab es keinen nennenswerten Niederschlag mehr“, ist Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolks, besorgt. Das erste, was nun geerntet werden würde, sei die Gerste. Das Anlegen habe da noch gut geklappt, in der Füllphase habe es durch die Trockenheit aber Probleme gegeben. „Auch beim Weizen sind erhebliche Trockenschäden entstanden. Es wird Verluste geben“, sagt Hübner. Wie groß diese seien, könne man aber erst nach der Ernte sagen.

Die Menge sei aber immer nur ein Punkt. „Das Wichtigste ist der Preis. Wenn es sich bei der Missernte nur um ein regionales Phänomen handelt und dieses den Weltmarktpreis nicht beeinflusst, wird es schwierig“, vermutet Hübner.

Landwirt Dietmar Koch aus Landwehrhagen rechnet nicht mit einer deutschlandweiten Missernte: „Andere Regionen haben ihren Regen bekommen, gerade im Norden und im Süden. Es liegt nur am Wasser. Bei den Wiesen, die direkt an der Fulda liegen, ist alles gut.“

Das sieht auch Claus Baumgärtel, Landwirt aus Hilwartshausen, so: „Momentan gehen die Börsen nach unten. In den USA ist die Ernte zum Beispiel sehr gut ausgefallen. Regional ernten wir schlecht, global aber nicht.“

Baumgärtel schätzt aber, dass die Einbußen zu verschmerzen seien. Schlimmer sehe es derzeit für Grünlandbetriebe aus: „Wer auf Gras angewiesen ist, hat es am schwersten. Dort gibt es große Defizite, weil die Wiesen verrotten.“

Rubriklistenbild: © dpa

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