Ortsrat stimmte zu

Erste Lösung für Kitamangel in Staufenberg: Bald 50 neue Kita-Plätze in Uschlag

Die Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) in Uschlag (rechts) befindet sich zwischen der Grundschule (links) und dem Kindergarten, der hinter der DGA liegt.
+
Die Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) in Uschlag (rechts) befindet sich zwischen der Grundschule (links) und dem Kindergarten, der hinter der DGA liegt.

In Staufenberg fehlen Plätze für Kitakinder. Das könnte sich jetzt Ändern. In Uschlag sollen 50 Plätze entstehen.

Staufenberg/Uschlag – Wenn alles glatt läuft, können in einigen Monaten zusätzlich 50 Kindergartenkinder in Staufenberg einen Platz finden. Das wird viele Eltern freuen, die Absagen erhalten haben. Aktuell fehlen in Staufenberg 53 Betreuungsplätze für Kinder.

Gemeinderat Uschlag: Grünes Licht

Am Dienstagabend hat der zuständige Ausschuss des Gemeinderates grünes Licht dafür gegeben, das Erdgeschoss der Dorfgemeinschaftsanlage (DGA) in Uschlag zu einer Kita umzubauen. Möglich war dies, nachdem die Gemeindeverwaltung mit der Grundschule eine einvernehmliche Lösung dafür gefunden hat, wo die Ganztagsschüler künftig ihr Mittagessen erhalten. Bisher bekamen sie es in der DGA.

Der Ortsrat von Uschlag hatte dies zur Bedingung für seine Zusage zu dem Projekt gemacht. Während der Ortsratssitzung am 10. Juni zu dem Thema hatte es Kritik daran gegeben, dass bis dahin für die Ganztagsschüler noch keine Lösung gefunden worden war. „Das hätten wir vorher besprechen müssen“, räumte Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein am Dienstagabend ein.

Kosten von 300 000 Euro

Vergangene Woche hat es dann einen Ortstermin der Verwaltung mit der Schulleitung, Elternvertretern und Ratsmitgliedern gegeben, bei dem sich Grebenstein auch dafür entschuldigt hat, dass die Frage des Mittagessens noch nicht geregelt war, wie aus dem Protokoll zum Ortstermin hervorgeht. Die Lösung sieht vor, dass für das Mittagessen zwei Räume der Schule genutzt werden, die derzeit für Arbeitsgruppen zur Verfügung stehen. Einer der Räume verfügt über eine Küchenzeile, weil dort vor Jahren schon einmal das Mittagessen serviert wurde. Zugleich sagte die Verwaltung der Schule zu, ihren Wunsch, eine Mensa für die Schule zu bauen, „strikt weiter zu verfolgen“, wie es im Protokoll heißt.

Das ganze Projekt ist auf fünf Jahre befristet. Für den Umbau des Erdgeschosses der DGA hat die Gemeindeverwaltung rund 300 000 Euro veranschlagt. Bei den Betriebskosten geht sie von rund 220 000 Euro pro Jahr aus.

Problem: DGA steht nicht mehr für Feiern zu Verfügung

Mit Blick auf die Bürger aus Uschlag, die kritisieren, dass ihre DGA nun über fünf Jahre nicht mehr für Feste und Feiern zur Verfügung stehe, sagte Uschlags Ortsbürgermeister Carsten Teller am Dienstagabend, dass man bereit sein müsse, für die Kinder Opfer zu bringen. „Die Kinder sind das Wichtigste.“ Und sie bräuchten die Plätze. Für Feiern seien auch die Dorfgemeinschaftshäuser in den Nachbarorten nutzbar. Teller hatte die Idee, die DGA umzubauen, um rasch eine Lösung für die fehlenden Kita-Plätze in Staufenberg zu finden.

Bürgermeister Grebenstein hofft, dass im Februar 2022 die Kinder einziehen können. Mit der jetzigen Lösung verschafft sich die Gemeinde auch Zeit, das Vorhaben eines vierten Kindergartens in Angriff zu nehmen. Er soll 80 Kindern Platz bieten. Jetzt muss noch der Gemeinderat zustimmen. Aber dass er ablehnt, ist nicht zu erwarten. (Ekkehard Maaß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.