Falschgeld seltener als ein Fünfer im Lotto

Altkreis Münden. Der Kreis Wesel (Nordrhein-Westfalen) hat derzeit ein größeres Problem mit Falschgeld. Mehrere Dutzend 50-Euro-Blüten sind dort aufgetaucht. Im Bereich der Polizeidirektion Göttingen, der von Staufenberg bis nördlich von Nienburg reicht, spielt Falschgeld eine untergeordnete Rolle.

Vom 1. August bis 31. Oktober seien 61 Fälle registriert worden. Das teilt das Niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) in Hannover auf Anfrage der HNA mit. LKA-Sprecher Frank Federau: „Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 157 Fälle.“

Circa 60 Prozent der falschen Geldscheine sind Fünfziger, etwa 20 Prozent der Blüten entfallen auf 20-Euro-Scheine. „Münzen nehmen einen Anteil von ungefähr fünf Prozent ein und spielen wie all die Jahre zuvor eine nur untergeordnete Rolle“, so Federau.

Für die Bevölkerung bestehe kein Anlass zu großer Sorge, „da die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf Falschgeld trifft, derart niedrig ist, dass man eher fünf Richtige im Lotto hat, als ein Falsifikat in der Geldbörse“, so Federau: „Was allerdings Sorge macht, ist der zunehmende Vertrieb des Falschgeldes über das Inter- oder Darknet.“

Während der Anteil der so gehandelten Falschnoten noch vor wenigen Jahren bei fünf Prozent gelegen habe, nehme dieser Bereich heute einen Anteil von rund 20 Prozent ein - Tendenz steigend.

Insbesondere die junge Generation mit der üblichen Computeraffinität falle dabei besonders mit „Arglosigkeit und Experimentierfreude“ auf.

Denen müsse verdeutlicht werden, dass es sich „bei der Herstellung und beim Inverkehrbringen von Falschgeld nicht um ein Kavaliersdelikt handelt“, sagt Frank Federau.

Die Deutsche Bundesbank rät für den Ernstfall: „Grundsätzlich gilt: Benachrichtigen Sie, wenn Sie Falschgeld (Banknoten) erhalten, bitte sofort die Polizei.“

Rubriklistenbild: © dpa

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