Qualifikation für Landesentscheid

Feuerwehren im Wettkampf: Präzise und sehr schnell

Hann. Münden. 51 Gruppen maßen sich in Hann. Münden bei den Regionalwettkämpfen der Feuerwehren. Die Sieger qualifizierten sich für den Landesentscheid.

„Wasser marsch!“ Weit über 100 Mal war dieser Befehl am Sonntag auf dem Wasserübungsplatz in Gimte zu hören. In Hann. Münden fand der regionale Landesvorentscheid der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks Braunschweig im Bereich der Polizeidirektionen Göttingen und Braunschweig statt. Jeder Handgriff musste sitzen beim Aneinanderkuppeln der Rohre, beim Ausrollen der Schläuche und Aufbauen der Leitern. Die Arbeitsschritte mussten nicht nur präzise ausgeführt werden, sondern auch noch unter Zeitdruck. Jeder Gruppe blieben maximal zehn Minuten für die Erfüllung ihrer Aufgabe.

Organisiert wurde der Wettbewerb von der Polizeidirektion Göttingen gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband, der Kreisfeuerwehr des Landkreises Göttingen und der Stadt Hann. Münden. 51 Gruppen des Landesfeuerwehrverbandes, zu dem die Feuerwehrverbände aus den Bereichen Braunschweig, Göttingen, Wolfenbüttel, Salzgitter, Peine, Helmstedt, Wolfsburg, Goslar, Osterode am Harz und Gifhorn gehören, nahmen teil. Jede Gruppe bestand aus neun Feuerwehrleuten, dazu gehören Gruppenführer, Maschinist, Melder, Angriffstrupp, Wasser- und Schlauchtrupp. 50 Wettbewerbsrichter bewerteten die Leistungen der Teilnehmer in zwei Wertungsgruppen. Jede Mannschaft erhielt die gleiche Aufgabe, unterschieden wurde lediglich zwischen den Gruppen, die mit eingebauter Pumpe arbeiteten und den Feuerwehren, zu deren Ausrüstung eine tragbare Pumpe gehört. Das Szenario hieß: „Feuer im Dachgeschoss, mit Gefahr der Ausbreitung“, der Auftrag lautete: „Brandbekämpfung“.

Die Bestimmungen für die Leistungswettbewerbe der Feuerwehren erfolgt nach Regelung der Feuerwehrdienstvorschriften, daher dienen die Leistungswettbewerbe der Intensivierung der Ausbildung“, erklärt Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen vom Kreisfeuerwehrverband Göttingen. Mit insgesamt 500 Punkten startete jede Mannschaft. Für die benötigte Zeit und Fehler wurden, entsprechend dem Fehlerkatalog, Punkte abgezogen. Die Gruppe mit den meisten verbleibenden Punkten ging als Gewinner der Wettkämpfe hervor. Bevor die Mannschaften allerdings auf den Platz durften, nahmen die Wertungsrichter erst einmal Ausrüstung, Fahrzeug und Uniform genauestens unter die Lupe. War hier alles korrekt, konnte der praktische Teil beginnen.

In einer Sonderprüfung musste jede Gruppe außerdem ihr feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen, zeigen, dass sie verschiedene Knoten beherrschen, Koordinaten auf Karten finden können und Fragen zum Thema beantworten. Sie mussten unter anderem wissen, dass das Niedersächsische Brandschutzgesetz das Feuerwehrwesen in Niedersachsen regelt, welch Fahrzeuge zu den Löschgruppenfahrzeugen gehören und dass es sich bei Feuerlöschern, Kübel- und Einstellspritzen um Kleinlöschgeräte handelt. (zwh)

Regionalwettkämpfe der Feuerwehren

Für den Landesentscheid 2015 haben sich zwölf Gruppen qualifiziert, davon sechs Gruppen aus Stadt und Landkreis Göttingen: 

* Platz 1: Lenglern 2

* Platz 2: Benniehausen

* Platz 3: Brochthausen

* Platz 4: Heerte

* Platz 5: Herberhausen

* Platz 6: Walsdorf 1;

In der Wertungsgruppe 2 (Tragkraftspritzenfahrzeuge) qualifizierten sich sich die Freiwilligen Feuerwehren aus: 

* Platz 1: Thiede

* Platz 2: Wentorf 1

* Platz 3: Wentorf 2

* Platz 4: Ischenrode

* Platz 5: Scheppau

* Platz 6: Güntersen

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