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Ehrlicher Finder in der Altstadt

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Blick in die Marktstraße in der Mündener Altstadt. Eine Passantin sprich einen Polizisten an.
Blick in die Marktstraße: In einem Hauseingang fand die Staufenbergerin ihr Handy wieder. Jemand hatte es dort vorsichtig abgelegt. © Ekkehard Maaß

Wer schon mal sein Handy verloren hat, weiß, was es bedeutet, wenn es wieder da ist. Dank und Erleichterung pur. Und Freude über den ehrlichen Finder in Hann. Münden.

Hann. Münden – Von einem ehrlichen Finder und einem sehr hilfsbereiten älteren Herrn in der Mündener Altstadt hat uns jetzt eine Leserin aus Staufenberg berichtet, die sich über diesen Weg bedanken möchte.

Die 78-jährige Dame aus Landwehrhagen, die uns bat, ihren Namen nicht zu nennen, hatte in Hann. Münden eingekauft und dabei ihr Handy verloren. Das Ganze hat sich am Samstag (14. Mai) ereignet. Die Staufenbergerin besuchte gegen 10.30 Uhr wie so oft den Wochenmarkt in Hann. Münden.

Frau verliert Smartphone in Hann. Münden

„Ich finde ihn toll. Es gibt dort frische Waren aus der Region. So etwas unterstütze ich gerne.“ Sie schaute an mehreren Ständen vorbei, kaufte Eier und Blumen. Ihren Wagen hatte sie vor dem Welfenschloss geparkt und war über die Marktstraße in die Innenstadt gelaufen. Diesen Weg hatte sie auch wieder zurückgenommen und am Auto gemerkt, dass ihr Smartphone nicht mehr in ihrer Tasche war.

„Ich dachte sofort an die vielen Fotos, die ich auf dem Handy habe. Die lassen sich nicht ersetzen.“ Sie ging also zurück, um an den Ständen nachzufragen, ob es dort jemand vielleicht gefunden und dort abgegeben hat. In der Marktstraße hatte sie dann eine Idee. Sie sprach einen älteren Herrn an, ob er ein Handy habe und ihre Nummer wählen könne in der vagen Hoffnung, so ihr Handy zu finden oder denjenigen, der es gefunden hatte. Und tatsächlich, plötzlich sei ihr Klingelton zu hören gewesen. Sie habe es kaum glauben können und fragte den Herrn, ob es seiner sei. „Ich war total verdutzt.“

Hann. Münden: Ehrlicher Finder legt Handy geschützt ab

Der Herr hatte bereits ihre Nummer gewählt, und es war ihr Telefon, das klingelte und zwar in unmittelbarer Nähe. Sie schaute sich um, und dann sah sie es in einem Hauseingang gegenüber, sorgsam von jemandem hingestellt und unversehrt. „Verloren habe ich es dort ganz bestimmt nicht“, sagt sie. „Sie haben ja einen 7. Sinn“, habe der Mann noch zu ihr gesagt.

Nun möchte sie dem ehrlichen Menschen, der das Handy dort geschützt abgelegt hat, einen Finderlohn zukommen lassen. Sie bittet ihn, sich in unserer Redaktion zu melden, damit wir ihr den Namen und die Telefonnummer nennen können.

Die Staufenbergerin hatte schon einmal ein Handy verloren, vor einem Jahr auf der Insel Siebenbergen in Kassel. Damals hatte sie weniger Glück. Versuche, es kurz danach zu orten, schlugen fehl. Es blieb verschwunden. (Ekkehard Maass)

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