Randale im Schutzgebiet Bührener Schedetal

Tür zum Fledermausquartier zerstört

Bühren. Das neue Fledermausquartier im Schutzgebiet Bührener Schedetal war noch nicht ganz fertig, da wurde es schon zum Ziel für Randalierer: Unbekannte haben die Tür fast völlig zerstört, berichtet Hans-Joachim Haberstock, der für den Naturschutzbund das Schutzgebiet betreut. Er entdeckte den Schaden am Donnerstag.

Noch waren keine Fledermäuse eingezogen, so dass ausschließlich Sachschaden entstand und kein Schaden für den Artenschutz. Denn wenn winterschlafende Fledermäuse aufgeweckt würden, verließen sie erschreckt das Quartier und können dann draußen im Winter nicht überleben.

Die Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe hatte das Grundstück mit Teichanlage erst im vergangenen Jahr gekauft und wieder in einen weitestgehend natürlichen Zustand zurückgebaut. Lediglich eine ehemalige Anglerhütte aus Beton habe man stehen lassen, um sie zum Fledermausquartier umzufunktionieren. Zu diesem Zweck wurde das Fenster bis auf eine schlitzförmige Öffnung zugemauert – der Eingang für die Tiere.

Innen sollen die Wände noch mit Ziegelsteinen ausgestattet werden, die große und kleine Öffnungen haben – so genannte Quartiersteine für die Flattermänner. Wer solche Steine kostenlos abgeben kann, wird gebeten, sich mit Haberstock unter Tel.: 05502/35 49 oder per E-Mail an haberstock@gmx.net in Verbindung zu setzen. Auch Geldspenden sind willkommen, unter anderem, weil die zerstörte Tür jetzt als zusätzlicher Kostenfaktor hinzu komme (Sparkasse Münden, BLZ: 260 514 50, Kontonummer 2312874, Stichwort „Fledermausquartier Bühren). Der Nabu werde voraussichtlich das Fledermausquartier nun mit einer Stahltür sichern.

Es sei nicht das erste Mal, dass Fledermausquartiere mutwillig beschädigt wurden. Haberstock: „Auch wegen der entstehenden Zusatzkosten werden wir künftig Anzeige erstatten.“ (tns)

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