Flüchtlinge sollen in ehemalige Kaserne in Osterode

Osterode/Duderstadt/Friedland. In der ehemaligen Rommel-Kaserne in Osterode, die seit 2004 leer steht, soll Niedersachsens fünfte Einrichtung zur Erstaufnahme von Flüchtlingen entstehen.

Nadine Bunzler, Pressesprecherin des Innenministeriums, sagte auf Nachfrage der HNA, das Land verhandele darüber mit einem Privatinvestor, der Princess of Finkenwerder GmbH & Co. KG aus Stade.

Zurzeit werde die Machbarkeit überprüft, Ergebnisse lägen noch nicht vor. Wieviele Asylsuchende in Osterode aufgenommen werden, stehe noch nicht fest; in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes würden in der Regel 500 bis 600 Menschen aufgenommen, so Bunzler. Das Land suche bis zu drei weitere Standorte für Erstaufnahmestellen. Eine dieser Einrichtungen soll noch dieses Jahr in Betrieb gehen, das soll die Ex-Kaserne in Osterode sein; eine weitere im ersten Quartal 2016.

Wie berichtet, platzt die Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland mit mehr als 1500 Flüchtlingen aus allen Nähten. Der Leiter der Einrichtung, Heinrich Hörnschemeyer, erwartet eine Entlastung für Friedland, wenn Flüchtlinge auf sechs oder sieben Anlaufstellen verteilt werden. Hilfe kommt von der Gemeinde Friedland: Sie hat für die Sommerferien ihre Mehrzweckhalle für die Aufnahme von Flüchtlingen bereitgestellt.

Der Rosenthaler Hof in Duderstadt-Westerode, eine Außenstelle von Friedland, werde erweitert, sagte Göttingens Landrat Bernhard Reuter.

Das bestätigt der auch für die Außenstelle zuständige Heinrich Hörnschemeyer.

Er hoffe, dass die Stadt Duderstadt in Kürze die Baugenehmigung erteile, dann könne der Betreiber den Rosenthaler Hof umbauen und Platz schaffen für 300 Flüchtlinge. Mittelfristig sei eine Erhöhung auf 380 Plätze geplant. Zurzeit leben nach Hörnschemeyers Angaben in der Einrichtung 188 Flüchtlinge. Momentan ist die Aufnahmefähigkeit in der Einrichtung auf 200 Menschen begrenzt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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