Fridays for Future

Forderung der Schülerbewegung: Klimanotstand in Hann. Münden?

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Podiumsdiskussion über KLimaschutz / Stadtrat und Fridays for future /

Die Hann. Mündener Schüler-Bewegung „Fridays For Future“ (FFF) fordert die Ausrufung des Klimanotstandes in Hann. Münden und die Schaffung eines hauptamtlichen Klimaschutzbeauftragten in der Stadtverwaltung.

Das sagte Sara Drubel als Moderatorin einer Diskussionsveranstaltung, zu der die Schüler Vertreter des Mündener Stadtrats in die Rathaushalle eingeladen hatten, um über Initiativen zum Schutz des Klimas zu diskutieren.

Sie sagte, die Ausrufung des Klimanotstandes sei zwar nur ein symbolischer Akt, er sei aber ein Mittel, „damit sich die Politik vor Ort mit dem Thema auseinandersetzt“. Als Aufgaben für den Klimaschutzbeauftragten nannte Sara Drubel unter anderen Aufklärungsarbeit an den Schulen.

Stadtsprecherin Julia Bytom machte darauf aufmerksam, dass die Stadt mit Thomas Hartmann bereits einen ehrenamtlichen Umweltschutzbeauftragten berufen habe. Der war allerdings wegen eines Urlaubs nicht vor Ort und möchte ihren Worten zufolge demnächst sein Amt abgeben.

Rund 30 Zuhörer waren der Einladung zu der Veranstaltung gefolgt. Rar waren allerdings Schüler: Vier saßen im Podium und nur zwei unter den wenigen Zuhörern.

„Ich bin schwer enttäuschend“, sagte FDP-Ratsherr Ulrich Görnandt angesichts dieser Zahl. „Hier sitzt der Kreis, von denen sich viele sowieso alle zwei Wochen sehen.“ Dr. Manuela Gantzer (BFMÜ): „Ich vermisse Ihre Generation.“ Ein Zuhörer meinte tröstend, wenigstens bei einer Göttinger Veranstaltung mit der Politik und den Jugendlichen sei der Saal voll gewesen.

Den Jugendlichen schlug gleichwohl viel Wohlwollen entgegen. Eine Zuhörerin sagte, sie fände es toll, dass die Jugendlichen für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Dr. Joachim Atzert (SPD) sagte, die jungen Leute hätten viele wachgerüttelt. Lena Kürschner (Grüne) schlug unter anderen vor, keine neuen Flächen zu versiegeln sowie Zisternen zur Sammlung von Regenwasser für Toiletten, Waschmaschinen und Gärten zu bauen. Sie machte darauf aufmerksam, dass das Mündener Wasserkraftwerk wegen der Trockenheit des vergangenen Jahres und des damit verbundenen niedrigen Pegelstandes zwei Monate lang stillgestanden habe.

Kritisch sagte sie, dass Münden sich selbst zwar inzwischen zu 25 Prozent aus regenerativen Energien versorge, damit aber unter dem Bundesdurchschnitt von 30 Prozent liege. Ulrich Reichel (CDU) merkte an, mit dem Bau von nur einem Windrad könne man den Mündener Anteil auf 35 Prozent erhöhen. Dann gebe es wieder an anderer Stelle Diskussionen.

Allgemein wurde geäußert, dass bereits viele Regelungen für den Klimaschutz bestünden, sie aber nicht durchgesetzt würden. Dr. Wilfried Kraft (SPD) sagte dazu, die Rechtstreue sei von der Kontrolldichte abhängig. Manuela Gantzer erwiderte, die Maßnahmen ließen sich aber auch pädagogisch durchsetzen.  zhp

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