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Forstbesitzer sind alarmiert

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Von: Ekkehard Maass

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Susanne Gohde
Susanne Gohde © Ekkehard Maaß

Altkreis Münden – Holzdiebstähle im großen Stil gibt es derzeit noch nicht in der Region. Aber eine Reihe von Einzelfällen alarmiert die Forstbesitzer.

So haben im Wald bei Benniehausen im Landkreis Göttingen Unbekannte Mitte Juli einen kompletten Holzstapel vermutlich mit technischem Gerät aufgeladen und abtransportiert. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um anderthalb Festmeter Brennholz. Und auch im Bovender Wald bei Göttingen waren unbekannte Holzdiebe im Juli unterwegs.

In einem Waldstück im Solling wurde Ende August sogar ein Wiederholungstäter auf frischer Tat erwischt. Nach Angaben der Niedersächsischen Landesforsten, zu deren Gebiet das Waldstück gehört, war der Dieb von einem Waldbesucher beobachtet worden, der den zuständigen Förster verständigte, der die Polizei alarmierte.

Bei wachsender Nachfrage, die nicht mehr komplett bedient werden könne, und steigenden Preisen rechnen die Niedersächsischen Landesforsten aber mit einer Zunahme von Diebstählen, so deren Sprecher, Michael Rudolph. Sie bitten deshalb Waldbesucher, Jäger, Forstunternehmer und Waldarbeiter, „die Augen offen zu halten“. Besonders wertvolles Holz ist zudem mit einem Minisender gesichert, der meldet, wenn die Stämme bewegt werden. Außerdem raten die Landesforsten ihren Kunden, gekauftes Holz rasch aus dem Wald abzufahren.

Alarmiert sind auch die Mitarbeiter des Mündener Stadtforstes und kontrollieren verstärkt, wenn im Wald Holz aufgeladen wird, ob ein entsprechender „Holzabfuhrschein“ vorliegt. In jüngster Zeit habe es dort aber keine Diebstahlsfälle gegeben, sagt Susanne Gohde, Leiterin des Mündener Stadtwaldes. Aber auch dort wird damit angesichts steigender Nachfrage gerechnet. Geschädigt wird dabei aber weniger der Betrieb Stadtwald, sondern die Kunden, die das Holz gekauft und bereits bezahlt haben. Denn, so Gohde, an den Wegen im Stadtwald liege nur Holz bereit, das bereits verkauft sei. Auch sie rät den Eigentümern, es möglichst schnell abzutransportieren. Foto: Ekkehard Maass

Von Ekkehard Maass

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