Freie Ausbildungsplätze in Industrie und Handwerk

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Auf die mittlere Kachel klicken: Hier geht es auf der Seite der Handwerkerschaft (www.handwerk37.de) zu offenen Ausbildungsstellen.

Landkreis Göttingen. Ein Drittel der niedersächsischen Unternehmen hat noch freie Lehrstellen, hat die Industrie- und Handelskammer ermittelt. Die Zahl der Bewerber geht zurück.

Das bestätigt die Agentur für Arbeit Göttingen. Freie Lehrstellen gibt es noch im gesamten Bezirk der Agentur, die für die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode zuständig ist. Regional gebe es da praktisch keine Unterschiede, sagt Detlef Friedrich, Teamleiter des Arbeitgeberservices Göttingen-Hann. Münden.

Im Handwerksbereich sei noch vieles offen, Metallverarbeitung und Kfz-Branche suchen noch Auszubildende. Die Lebensmittelbranche habe seit Jahren Probleme, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Auch im Hotel- und Gaststättenbereich sind noch Stellen zu haben.

Natürlich müssten Bewerber und Stelle auch zusammenpassen. Da stünden dann immer wieder die Anforderungen auf der einen und das Zeugnis auf der anderen Seite einander gegenüber, sodass die eine Seite vielleicht Abstriche machen und die andere sich mehr trauen müsse.

Auch wenn es nicht immer mit der Wunschstelle klappe: Der Markt sei zurzeit gut für alle, die einen Ausbildungsplatz suchen. Wer bisher nichts gefunden hat, braucht nicht aufgeben, denn noch kämen immer wieder auch kurzfristig Arbeitgeber, die offene Lehrstellen melden.

Friedrich empfiehlt die Website der Arbeitsagentur für einen aktuellen Überblick: Auf www.arbeitsagentur.de findet man unter „Jobbörse“ offene Stellen und Ausbildungsplätze. Wer dort seinen Berufswunsch und Heimatort eingibt, erhält eine Übersicht mit Angeboten aus dem Umkreis des angegebenen Ortes. Bei einem aus Hann. Münden Suchenden werden beispielsweise auch die Angebote in Kassel und Göttingen angezeigt. Ansprechpartner für Ausbildungsplatz-Suchende im Bereich des Altkreises Münden ist bei der Arbeitsagentur Eckhard Faust, 05541/ 98 09-22.

Der Mangel an Auszubildenden sei im Handwerk mindestens so groß wie in Industrie und Handel, sagt Andreas Gliem, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft in Göttingen. Konkrete Zahlen für das kommende Ausbildungsjahr lagen zwar nicht vor, doch seiner Einschätzung nach dürften mehr als ein Drittel der Handwerksbetriebe noch Lehrstellenbewerber suchen.

Besonders gravierend sei der Mangel im Lebensmittelhandwerk: Bäcker, Fleischer, aber auch Fachverkäufer wolle kaum jemand lernen.

Aber auch im Bereich Sanitär, Heizung und Klimatechnik (Anlagenmechaniker) sei das Angebot an Ausbildungsplätzen deutlich größer als die Nachfrage. Die Konkurrenz sei eben groß, so Gliem: Mit den Universitäten Göttingen und Kassel vor der Haustür entschieden sich eben viele junge Menschen für eine akademische Laufbahn.

Auch die Handwerksbetriebe bieten im Internet ihre offenen Stellen an: auf www.handwerk37.de findet man unter „Ausbildung“ nach Berufen sortiert Lehrstellen.

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