Bundesversammlung in Hann. Münden wirbt um bürgerliche Mitte

Freie Wähler wollen 2013 in den Bundestag

Hubert Aiwanger. Foto: dpa

Hann. Münden. Die bisher vorwiegend kommunal agierenden Freien Wähler (FW) in Deutschland sehen sich erstmals in der Lage, bei Wahlen auf allen politischen Ebenen anzutreten. So wollen sie 2013 als eigenständige politische Kraft in den Bundestagswahlkampf ziehen und sind zuversichtlich, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen.

Das wurde in der Bundesdelegiertenversammlung deutlich, die am Samstag im Hann. Mündener Ortsteil Lippoldshausen stattfand. Dort erklärten die Landesvereinigungen Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen ihren Beitritt, sodass jetzt mit Ausnahme von Thüringen und Bremen Freie Wähler aus allen Bundesländern unter einem Dach organisiert sind.

So war denn auch ein zentraler Punkt der Versammlung die organisatorische Vorbereitung der Bundestagswahl in zwei Jahren.

„Wir wollen mit ideologiefreier Politik enttäuschten bürgerlichen Wählern, die sich bei Schwarz-Gelb nicht mehr wiederfinden, eine neue politische Heimat geben,“ erklärte Bundesvorsitzender Hubert Aiwanger (Landshut), der in Bayern auch Vorsitzender der bisher einzigen FW-Landtagsfraktion ist. „Völlig unabhängig von Großspenden aus der Wirtschaft, sind wir die wirkliche Interessenvertretung der bürgerlichen Mitte, des Mittelstandes und des kleinen Mannes.“

Freie Wähler, so Aiwander, bewiesen bereits in Gemeinde-, Stadt- und Kreisparlamenten fast überall in Deutschland, das sie solide Arbeit leisten und politische Verantwortung gewohnt seien. Jetzt komme es darauf an, sich auch nach oben hin weiter zu vernetzen.

Bundesweit gehören der Organisation nach Angaben von Bundesgeschäftsführerin Cordula Breitenfellner (Nürnberg) 5000 reguläre Mitglieder an. Tatsächlich aber baue man auf eine Basis von etwa 300 000 Menschen, die sich bei Freien Wählern und verwandten Gruppen engagierten.

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