Fremde nicht in die Wohnung lassen

Kann helfen, sich vor Betrügern zu schützen: durch einen Türspion kann man sich ein erstes Bild von der Person verschaffen, die an der Wohnungstür steht. Foto: dpa

Altkreis Münden. Fälle, bei denen Betrüger Senioren mit hinterlistigen Maschen um ihr Erspartes bringen wollen, häufen sich. Auch in Hann. Münden gab es unter der Woche zwei Anzeigen solcher Delikte.

Es blieb aber glücklicherweise bei Versuchen, da sich zwei alte Damen nicht reinlegen ließen. Damit das immer so abläuft, haben wir bei der Polizei einige Verhaltens-Tipps eingeholt.

Was ist eine gängige Masche unter Betrügern?

Beliebt bei Kriminellen sind Tricks an der Haustür. Ziel ist dabei immer, unbemerkt in Ihre Wohnung zu gelangen, um Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen zu stehlen. Täter bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit wie ein Glas Wasser.

Manche geben auch vor, Polizist oder Gerichtsvollzieher zu sein. Wiederum andere geben sich als Mitarbeiter von Elektrizitätswerken aus oder behaupten, von der Hausverwaltung zu sein. Ein weiterer Trick ist, Ihnen vorzutäuschen, Sie zu kennen, zum Beispiel ein entfernter Verwandter, früherer Nachbar oder Kollege zu sein.

Wie können sich Senioren davor schützen?

Lassen Sie nie Unbekannte in Ihre Wohnung. Nutzen Sie einen Türspion und eine Sprechanlage. Öffnen Sie Ihre Tür nur mit vorgelegter Türsperre (zum Beispiel Kastenschloss mit Sperrbügel). Reichen Sie Stift oder Wasser immer nur durch den Türspalt einer per Türsperre gesicherten Tür oder durch das Fenster.

Vorsicht ist auch geboten, wenn Sie an der Haustür zu Spenden oder zum Abschluss von Abonnements gedrängt werden. Seien Sie lieber misstrauisch und machen Sie deutlich, dass Sie nicht interessiert sind.

Wie finde ich raus, ob jemand ein Betrüger ist?

Fordern Sie den Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig. Da er auch gefälscht sein könnte, fragen Sie die Behörde nach der Richtigkeit des Besuchs. Zeigen Sie niemandem Schmuck oder Ihr Bargeld. Pflegen Sie guten Kontakt zu Ihren Nachbarn und bitten Sie diese als Vertrauensperson hinzu.

Glauben Sie es nicht einfach so, wenn jemand vorgibt, Sie zu kennen, oder einen gemeinsamen Verwandten zu haben. Lassen Sie sich von keinem Unbekannten die Einkaufstaschen in die Wohnung tragen oder dazu drängen, vermeintlich wertvolle Sachen zu kaufen. Gewähren Sie Handwerkern nur Zutritt zur Wohnung, wenn Sie diese selbst bestellt haben oder sie vom Vermieter angekündigt wurden. Bezahlen Sie keinen Handwerker in bar, sondern verlangen Sie eine Rechnung, die Sie per Banküberweisung begleichen. Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie befürchten, Opfer einer Straftat zu werden.

Wenn Sie das Gefühl haben, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Machen Sie sich vorab Notizen. Wenn Sie schriftliche Unterlagen (Schriftverkehr, Kontoauszüge) zur Tat haben, bringen Sie diese mit. Prägen Sie sich das Aussehen des Täters und die Tat ein.

www.weisser-ring.de

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