„Gottes Wort erfreut Mensch und Tier“

Untergericht feiert Gottesdienst am Wetenborn in Scheden

Besonderer Ort für eine Taufe: Ben hat an seinem Ehrentag sichtlich viel Spaß gehabt.
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Besonderer Ort für eine Taufe: Ben hat an seinem Ehrentag sichtlich viel Spaß gehabt.

„Gottes Wort erfreut Mensch und Tier. Das können Sie genauso in der Zeitung schreiben“, lachte Pastorin Almuth Wiesenfeldt, als Sie den Siebenschläfer beobachtete, der kaum scheu und sehr neugierig aus der Hütte am Wetenborn die Aufbauarbeiten zum diesjährigen, traditionellen Wandergottesdienst beobachtete.

Scheden – Rechtzeitig waren fleißige Helfer da, um die Bänke für die Gottesdienstbesucher aufzustellen, die nach und nach per Fahrrad, zu Fuß oder vereinzelt mit dem Auto eintrafen. Knapp 40 Besucher waren der Einladung zu diesem Gottesdienst gefolgt. Viele waren bereits auch im Verlauf der vergangenen Jahre Teilnehmer der Gottesdienste auf diesem wunderschön gelegenen Areal der alten Wüstungskirche in der Schedener Gemarkung gewesen und hatten als Sitzgelegenheit eigene Klappstühle mitgebracht.

Bei strahlendem Septemberwetter und lauem Wind begrüßte Pastorin Almuth Wiesenfeldt die Kirchengemeinden der Region Untergericht (Dransfeld, Hemeln-Bursfelde, Niemetal-Bühren, Scheden und Trinitatis Jühnde-Barlissen-Meensen) gemeinsam mit Pastor Henning Dobers. „Es ist nicht nur jedes Jahr so schön, genau hier Gottesdienst zu feiern, in diesem Jahr war es mir ganz besonders wichtig, weil wir ja unter diesen besonderen Umständen viele Dinge in den Kirchen nicht tun sollen. Hier draußen, hier oben, geht das aber. Und deshalb freue ich mich ganz besonders, dass wir hier heute auch singen dürfen“, freute sich Wiesenfeldt. Gemeinsam mit Pastor Henning Dobers vertrete sie derzeit Pastorin Annette Lapp in ihrer Gemeinde, da diese zur Zeit im Mutterschutz ist.

Bereits das erste Lied „Geh aus mein Herz“, wurde gesangsstark angestimmt, im Verlauf des Gottesdienstes in Begleitung von Pastor Henning Dobers mit seiner Gitarre beim Lied „Lobe den Herrn, meine Seele“ sogar zweistimmig gesungen.

„Es ist ein Sechsachteltakt, also ein Walzer. Soll heißen, geht ganz einfach, also Refrain parallel zum Vers. Das können sie. Ich werde es durchsingen und Sie entscheiden, wo sie sind“, meinte Dobers lächelnd.

Wenn man in die Runde sah, sah man viele der Teilnehmer lächeln, denn es war ein schöner Gottesdienst in einer besonderen Atmosphäre, bei perfektem Wetter an einem wunderschönen Ort und Tag.

Ganz besonders auch für Familie Grimm aus Scheden als Pastorin Wiesenfeldt sie zum Quellstein bat, denn ihr Sohn Ben sollte getauft werden. Ausgesprochen begeistert planschte der Einjährige sofort mit der Hand im Wasser.

Er beanstandete auch nicht das Taufwasser, das ihm dann über das Gesicht lief. „Auch sein Bruder ist vor zwei Jahren hier getauft worden. Eine Taufe im freien und hier in dieser Örtlichkeit hat man doch selten. Das wollten wir für unsere Kinder haben“, erzählte Mutter Sissi Grimm im Anschluss.

„Da in diesen Zeiten gemeinsame Gottesdienste nicht so gut funktionieren, sind wir aufgerufen uns neue Dinge zu überlegen und neue Methoden auszuprobieren und dazu braucht man auch manchmal ein bisschen Geld. Die Kollekte soll zur Hälfte der Erhaltung dieses Ortes und zum anderen Teil für die Kinder-und Jugendarbeit in diesem Kirchenkreis verwendet werden“, so Wiesenfeldt. (Margitta Hild)

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