„Treffpunkt für alle schaffen“

Gaußturmkiosk in Dransfeld seit einem Monat geöffnet-Bilanz positiv

Das Team aus Varmissen will gemeinsam den Kiosk-Betrieb stemmen: Janina Köther, Thomas Reith, Tim Gontrum, Lena Philipp, Leonie Schweer und Ingo Bever.
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Das Team aus Varmissen will gemeinsam den Kiosk-Betrieb stemmen: Janina Köther, Thomas Reith, Tim Gontrum, Lena Philipp, Leonie Schweer und Ingo Bever.

Vor knapp über einem Monat eröffnete der Gaußturmkiosk in Dransfeld. Der Andrang überraschte die Betreiber. Für die Zukunft ist einiges geplant.

Dransfeld – „Wir wollen einen Begegnungsort für alle schaffen“, sagt Lena Philipp aus Varmissen, die Projektleiterin des Gaußturmkiosks im Turm, der nach dem berühmten Mathematiker benannt ist und auf dem Hohen Hagen bei Dransfeld thront.

Ein achtköpfiges Team betreibt nun seit etwas über einem Monat das Geschäft. Die Bilanz fällt durchweg positiv aus. „Wir hatten aber auch Glück mit dem Wetter“, gibt Philipp zu.

Gaußturmkiosk in Dransfeld: Eröffnet im Oktober

An einem der Wochenenden – der Kiosk hat immer samstags und sonntags geöffnet – habe es geregnet, aber trotzdem seien viele Gäste gekommen. Wie groß die Zahl der Besucher im Schnitt war, kann sie nicht genau sagen, sie seien aber „sehr gut besucht gewesen“.

Erst kürzlich fand eine Aktion zu Halloween statt, ein Teil der Deko hängt noch. Kinder konnten Masken basteln, es gab Kürbissuppe. „Die Kürbisse haben wir von Landwirt Christian Mühlhausen aus Lippoldshausen bekommen“, berichtet Lena Philipp.

Regionale Produkte, Kultur und Aktionen

Das sei auch eines der Ziele des Gaußturmkiosks: das Anbieten von regionalen Produkten und die Zusammenarbeit mit lokalen Vermarktern. Ein Beispiel: Bier und Softdrinks gibt es von einer Brauerei aus Witzenhausen. Kartoffeln vom Bauern um die Ecke. Der Andrang habe die Erwartungen des Teams übertroffen, viele der Interessierten nutzten die Gelegenheit auch für eine Wanderung am Hohen Hagen. Das ziehe auch Gäste aus Kassel, wie Philipp erzählt. Natürlich führen viele der Besucher auch mit dem Aufzug hoch auf die Aussichtsplattform des Turms, um die Aussicht über Dransfeld bis hin nach Göttingen zu genießen. Besonders gefreut habe sie die große Welle der Hilfsbereitschaft. „Leute wollten uns Tassen spenden oder fragten, ob sie mal aushelfen können“, sagt sie. Zukünftig soll das Kulturangebot weiter ausgebaut werden, der Weg soll hin zum „Kulturkiosk“ gehen.

Die Ideen der Betreiber sind vielfältig: Theater, Konzerte, Lesungen, alles unter dem Schutze des mächtigen Betonturms. Auch im nahenden Winter sei vorerst keine Pause geplant. „Wenn die Besucher ausbleiben, schließen wir natürlich“, sagt die gebürtige Berlinerin. Die Lage auf der Anhöhe sei wie gemacht für Winter und Schnee. Dazu könnten Aktionen kommen, wie Adventskranzbasteln oder das Aufstellen einer Feuertonne. Ideen sind also genug da.

Um auch dem Namenspatron Carl-Friedrich Gauß (1777 bis 1855) Rechnung zu tragen, bietet der Laden Kunstdrucke mit einem Zitat von ihm an. „Weniges, aber Reifes“, steht geschrieben, das Design stammt von „Fette Typen“ aus Hann. Münden, ein typografisches Atelier an der Sydekumstraße. Davon soll es künftig auch Postkarten geben.

Sorge macht den Betreibern die Corona-Krise. Diese hat sich deutschlandweit wieder verschärft. „Wir sind zum Glück finanziell nicht komplett auf den Kiosk angewiesen“, berichtet Lena Philipp. (Jens Döll)

Dem Kiosk im Internet folgen

Im Internet kann man sich unter gaußturmkiosk.de und bei Instagram: @gaussturmkiosk über die Aktionen informieren.

Vor der Eröffnung des Kioskes im Gaußturm konnten die Bewohner Dransfelds und alle Interessierten abstimmen, wohin die Reise gehen soll.

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