Erinnerung an Wirtin

Gedenktafel für ein Schedener Original

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Eine Gedenktafel für Hildegard Jünemann hängt nun an der Gaststätte „Deutsche Eiche“ in Scheden. 

Auf der Tafel, die am Montag an der Gaststätte „Deutsche Eiche“ in Scheden angebracht worden ist, steht: „Unvergessen bleibt Hildegard Jünemann.

Oberscheden und die „Deutsche Eiche“ waren untrennbar mit ihr verbunden. Wir behalten sie in liebevoller Erinnerung.“

Hildegard, wie sie von den meisten genannt wurde, war jahrzehntelange Inhaberin der Gaststätte „Deutsche Eiche“ in Scheden, die ein generationsübergreifender Treffpunkt für Scheden und die umliegenden Gemeinden war, bis Hildegard Jünemann am 26. Januar 2018 im Alter von 91 Jahren starb.

Steuerberater und Erbe Jürgen Thiele aus Göttingen hat Hildegard als Steuerfachgehilfe in den 70er-Jahren kennengelernt. „Früher wurde zu den Mandanten gefahren, um dort die Buchhaltung vor Ort zu erledigen. Sehen Sie, dort in der Ecke, da habe ich immer gesessen und die Bücher geführt“, so Thiele. „Wir hatten ein sehr persönliches Verhältnis und ich habe mich als Erbe um ihre Wünsche dem Testament entsprechend gekümmert. Die Gedenktafel wurde vom Erlös aus dem Flohmarkt ihrer Haushaltsauflösung bezahlt, bei dem das Wohnungs- und Kneipeninventar verkauft worden war.

„Selbst die weiße Schürze, die Hildegard hinter der Theke getragen hat, fand einen glücklichen Käufer“, sagt Thiele.

Viele Stücke wurden von Käufern als Erinnerungsstücke gekauft, zahlreiche Gegenstände haben ihren Platz im Museumshof Scheden gefunden, wo bei Marianne Beuermann auch die zweite, identische Gedenktafel ihren Ehrenplatz nahe dem Eingang gefunden hat.

Zwei Gedenktafeln aus 12 Millimeter dicken Aluminium-Gussplatten hat die Firma „Fritz Matthes Feinwerktechnik GmbH“ in Scheden gefräst und mit der Gravur sowie einem Porträtbild nach Jürgen Thieles Entwurf hergestellt. Auch über den Tod hinaus wird „Hildegard“ so eng mit Scheden verbunden bleiben. Insbesondere, weil sie in ihrem Testament mit einem Teil ihres hinterlassenen Vermögens die Errichtung einer Stiftung verfügt hatte, die als Verbrauchsstiftung in den kommenden 30 Jahren dem Erhalt von Schedens Kirche, Orgel und Friedhof dienen wird. „Der Friedhof, die Kirche und die Orgel sind mein neues zu Hause, und dafür soll die Stiftung sein“, hatte Hildegard Jünemann in ihrem Testament verfügt.

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