Wiedehopf an Schedens Ortsrand gesichtet: 

Gefiederter Gast auf der Durchreise

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Auf der Durchreise: Ein Wiedehopf, gesichtet am Ortsrand von Scheden. 

Scheden. „Der Wiedehopf, der Wiedehopf, der schenkt der Braut ’nen Blumentopf...“ – aus dem Kinderlied wohlbekannt, in natura in der Region allerdings seit 100 Jahren nicht mehr heimisch ist der Vogel, der unserer Fotografin am Dienstagmorgen  am Ortsrand von Scheden buchstäblich vor die Kameralinse lief.

Auf dem Gebiet des alten Landkreises Göttingen und des Kreises Northeim ist das die dritte Wiedehopf-Sichtung, die dem Arbeitskreis Göttinger Ornithologen (AGO) dieses Jahr unterkommt, sagt Hannes Dörrie, Mitbegründer des Arbeitskreises. Die anderen Vögel wurden bei Ebergötzen, bei Salzderhelden und auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums Göttingen entdeckt, berichtet Dörrie. Vermutlich ziehen die Vögel, aus ihrem Winterquartier in Afrika kommend, zu ihren Brutgebieten in Brandenburg und in der Lausitz. Dort habe sich der Bestand erhöht, die Wiedehopfe brüteten dort auch gern auf Truppenübungsplätzen. Denn: Sie brauchen große Offenflächen. Der Wiedehopf lebe von Großinsekten, wie etwa den Maulwurfsgrillen, so Dörrie.

Hierbleiben werde der gefiederte Gast also nicht. Doch immerhin: War ihr Anblick lange eine absolute Rarität, so sieht man sie wieder etwas häufiger. (tns)

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