Erstmals wieder im Minus

Gemeinde Bühren verabschiedet Haushalt für 2021/22

Das Gemeindehaus in Bühren
+
Das Gemeindehaus in Bühren soll saniert werden. Dafür sind Kosten in Höhe von 25 000 Euro im Haushalt vorgesehen.

Nach sechs aufeinanderfolgenden Jahren mit zum Teil deutlich positiven Haushaltsabschlüssen wird die Gemeinde Bühren in diesem Jahr erstmals wieder ein Minus hinnehmen müssen.

Ellershausen/Bühren – Das ergibt sich aus der Haushaltssatzung, die Bürgermeister Christoph Witzke und Samtgemeindekämmerer Bernd Glöckner am Donnerstag während der Sitzung des Bührener Gemeinderates vorstellten.

Einnahmen in Höhe von 428 800 Euro werden dem Zahlenwerk zufolge am Ende des Jahres im Ergebnishaushalt Ausgaben von 448 100 Euro gegenüberstehen – ein Minus von 19 300 Euro. „Grund dafür sind in erster Linie die durch die Corona-Pandemie zu erwartenden Mindereinnahmen aus der Einkommenssteuer“, betonte Christoph Witzke.

Leichtes Haushaltsdefizit

Habe man im vergangenen Jahr noch 290 000 Euro Einkommenssteuer eingenommen, rechne man für dieses Jahr nur noch mit 250 000 Euro. Weil diese Zahl den Vorhersagen zufolge auch im kommenden Jahr nur leicht auf 255 000 Euro steigen dürfte, rechnet man auch für 2022 mit einem leichten Haushaltsdefizit von 9 900 Euro.

Dann werden den Berechnungen zufolge im Ergebnishaushalt Gesamteinnahmen in Höhe von 434 400 Euro Ausgaben von 444 300 Euro gegenüberstehen. Da die Gemeinde die Grundsteuer-Hebesätze unverändert lässt und sich auch die übrigen Einnahmen in vergleichbarem Rahmen wie in den Vorjahren bewegen, ist ein leichtes Minus für die kommenden beiden Jahre also nicht zu verhindern gewesen.

Was die geplanten Investitionen angeht, ist vor allem die Fassadensanierung des Gemeindehauses in der Oberdorfstraße zu nennen, die mit 25 000 Euro zu Buche schlagen wird. „Diese Sanierung wollten und konnten wir nicht weiter hinausschieben“, sagte Christoph Witzke.

Trotzdem solider Haushalt

Hinzu kämen Ausgaben für die Unterhaltung der Gemeindestraßen (21 000 Euro) und die Sanierung eines Wasserfalls im Verlauf der Schede (11 700 Euro) sowie für Anschaffungen für den Grillplatz (1600 Euro) und den Kinderspielplatz (1500 Euro).

Das führe dazu, dass der im Finanzhaushalt ausgewiesene Kassenbestand von aktuell rund 160 000 Euro bis Ende 2022 auf etwa 95 000 Euro sinken werde. „Trotz allem kann man aber zweifelsohne dennoch von einem soliden Haushalt sprechen, zumal die im Ergebnishaushalt zu erwartenden Defizite durch unsere in den vergangenen Jahren erwirtschaftete Überschussrücklage von aktuell rund 130 000 Euro gedeckt sind“, betonte Bührens Bürgermeister Witzke außerdem. Eine Einschätzung, die der Rat durch seine einstimmige Verabschiedung des Doppelhaushalts augenscheinlich teilte.

Rat tagte erstmals außerhalb Bührens

Die Maschstraße in Bühren: Nach der Glasfaserkabel-Verlegung soll die Straße wieder hergerichtet werden.

Weil in Bühren kein Raum zur Verfügung stand, der groß genug gewesen wäre, um die Ratssitzung unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygieneregelungen zu veranstalten, war man nach Ellershausen ins dortige Dorfgemeinschaftshaus ausgewichen. „Das ist das erste Mal, dass eine Ratssitzung außerhalb unserer Gemeindegrenze stattfinden musste“, betonte Bürgermeister Christoph Witzke und dankte gleichzeitig den Nachbarn aus Ellershausen „für die unkomplizierte interkommunale Zusammenarbeit“.

Erster Haushalt in Bühren mit schnellem Internet

In seinem Bericht wies Witzke darauf hin, dass die Götel Mitte vergangener Woche den ersten Haushalt in Bühren für das schnelle Internet freigeschaltet hat. „Wir rechnen damit, dass in den nächsten Tagen und Wochen auch die übrigen Haushalte freigeschaltet werden“, sagte er. In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister darauf hin, dass die Gehwege in der Maschstraße und im Rollbachweg im Zuge der Wiederherstellung nach dem Verlegen des Glasfaserkabels gepflastert und die dadurch entstehenden Mehrkosten von der Gemeinde getragen werden.

Der Rat beschloss, den Standort für die Glascontainer am Friedhof nicht zu ändern. Nachdem dort im vergangenen Jahr mehrfach vor den Containern liegende Scherben für Ärger gesorgt hatten, will die Gemeinde dort nun Schaufel und Kehrblech zur Verfügung stellen, damit die Verursacher künftig sofort selbst für Abhilfe sorgen können. (Per Schröter)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.