Landkreis alarmiert

Gemeinde Staufenberg: Im Kampf gegen die Wildschweine in Speele

Rotten von über 50 Tieren sollen am Ortsrand von Speele gesichtet worden sein (Symbolbild).
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Rotten von über 50 Tieren sollen am Ortsrand von Speele gesichtet worden sein (Symbolbild).

Im Staufenberger Ortsteil Speele geht der Kampf gegen die Wildschweine weiter. Die Plage spitze sich erneut zu, so Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein.

Speele - „Die Wildschweine breiten sich dermaßen aus, dass die Menschen in Angst und Bange leben“, heißt es in einem Schreiben an den Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landkreises Göttingen von Staufenbergs Bürgermeister Bernd Grebenstein. Die Gemeinde habe ihre Hausaufgaben gemacht und Gehölze an Böschungen und Wegen zurückgeschnitten und auch die Anwohner gebeten, dies auf ihren Grundstücken zu tun, um den Tieren die Deckung zu nehmen. Die Speeler seien größtenteils der Aufforderung auch gefolgt, sagte Grebenstein im Gespräch mit unserer Zeitung.

Landkreis Göttingen laut Gemeinde Staufenberg zuständig

Das alles gehörte zu einem Maßnahmenkatalog, der mit dem Landkreis als Untere Jagdbehörde im vergangenen Jahr vereinbart worden war, um der Wildschweinplage Herr zu werden und Speele für die Tiere unattraktiv werden zu lassen. Denn das Problem besteht in Speele schon seit Jahren. Im Mai 2019 hatte es auch eine Informationsversammlung des Landkreises in Speele dazu gegeben, auch um den Bewohnern darzulegen, was sie tun können. Richtig zur Ruhe kam der Ort aber nicht. Bereits im Juni dieses schrieb Ortsbürgermeister Fred Kaduhr an Grebenstein, dass sich die Wildschweinproblematik wieder verschärfe und Rotten von über 50 Tieren am Ortsrand gesichtet worden seien. Er sehe keine Verbesserung der Situation.

Tiere stolzieren ungeniert durch Speele in der Gemeinde Staufenberg

„Die Tiere stolzieren wieder im Schweinsgalopp durch den Ort“, sagte Bürgermeister Bernd Grebenstein auch während der Ratssitzung am Donnerstagabend. Dabei hätten sie vor allem auch auf öffentlichen Flächen große Schäden angerichtet. Die Tiere seien mit „zerstörerischer Wut unterwegs“, sagte Grebenstein. Er forderte den Landkreis auf, dafür zu sorgen, dass mehr gejagt werde. Es sei Gefahr im Verzug, und es müsse endlich etwas getan werden.

Im Schreiben an den Landkreis Göttingen heißt es: „Es muss jetzt Schluss sein mit der Diplomatie. Sofern sich keine konkreten Handlungsmaßnahmen ergeben und Abhilfe geschaffen wird, werde ich in Kürze Kontakt für eine anwaltliche Rechtsvertretung aufnehmen und das Mandat im Interesse der Gemeinde Staufenberg wahrnehmen lassen“.

Wildschweinproblematik in Speele (Staufenberg): Landkreis Göttingen gibt Stellungsnahme ab

In einer Stellungnahme vom Freitag schreibt der Landkreis, dass durch die mit allen Beteiligten abgesprochene und durch die Gemeinde und die Bürger vorbildlich vorgenommenen Landschaftspflege „sowie die Bereinigung der verwilderten Gärten“ eine verstärkte Bejagung möglich gewesen sei. „So konnte die Wildschweinproblematik vermindert werden. Zur Zeit ist jedoch jahreszeitlich bedingt durch den Aufwuchs von Bodenvegetation wieder Deckung entstanden.“ Und zum weiteren Vorgehen heißt es: „Zum einen ist es erforderlich, dass die entsprechenden Flächen weiterhin von höherem Bewuchs freigehalten und nach Möglichkeit noch ausgedehnt werden. Darüber hinaus kommt auch der konsequenten und dauerhaften Bejagung eine herausgehobene Bedeutung zu.“ (Von Ekkehard Maaß)

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