Gesundheit: Mehr Durchblick für Patienten

Die Arbeitsgruppe stationäre Versorgung: Zu ihr gehören unter anderen Dr. Jens Küster, Leiter der Urologie und Nierentransplantation am Nephrologischen Zentrum Niedersachsen (NZN), Dr. Albrecht Bornscheuer, Facharzt für Anästhesie, Ressortleiter Medizin bei der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (AWO GSD), Ratsherr Dr. Franz Bitz, er war viele Jahre leitender Arzt im NZN, Steffen Berndt und Susann Lambrecht, Ressortleitern Pflege AWO GSD (von links). Im Hintergrund: Julia Bytom, Sprecherin der Stadt Hann. Münden. Am Dienstagabend begann in vier Arbeitsgruppen die konkrete Arbeit. Foto:  Maaß

Hann. Münden. Das Netzwerk für die Gesundheitsversorgung ist mit vier Arbeitsgruppen gestartet. So sollen die Patienten besser informiert werden, welche Angebote es in Münden gibt.

Hann. Münden. Nach der großen Auftaktdiskussion zur Zukunft der Gesundheitsversorgung in Hann. Münden im Mai, begann am Dienstagabend die Detailarbeit in Kleingruppen. Die rund 30 Teilnehmer der Veranstaltung „Netzwerk Gesundheit“ im Geschwister-Scholl-Haus haben sich auf vier Arbeitsgruppen verteilt, um aus den Ideen und Themen der Diskussionsrunde erste konkrete Arbeitsaufgaben zu formulieren.

Ein Blick in die Teilnehmerliste zeigte, dass vor allem Mündener gekommen waren, die auf pflegerischen, betreuenden und medizinischen Gebieten tätig sind. Gebildet haben sich Arbeitsgruppen zu den Themen stationäre und ambulante Versorgung, Gesundheitsvorsorge und zum Bereich Selbsthilfe, Pflege und Palliativversorgung.

Zu den ersten Aufgaben, die am Dienstagabend deutlich wurden, gehört es, den Bürger zu zeigen, welche medizinischen und pflegerischen Dienstleistungen es in Hann. Münden gibt. Zudem müssten die Serviceangebote verbessert werden.

Dr. Franz Bitz, langjähriger Arzt am Nephrologischen Zentrum Niedersachsen und Ratsherr in Hann. Münden, der für die Arbeitsgruppe „Stationäre Versorgung“ spricht, sagte, dass seine Gruppe sich dafür einsetzt, dass der Internetauftritt der Krankenhäuser übersichtlicher werde. Patienten sollten besser erkennen können, was sie für eine medizinische Versorgung bekommen und was sie für sonstige Leistungen erhalten, wenn sie sich dort in Behandlungen begeben.

Zum Thema Service sagte er, es müsse eine telefonische Anlaufstelle geben, wo Patienten eine verlässliche Auskunft bekommen und ihnen Ansprechpartner und Termine genannt werden. Auch die Kommunikation im Krankenhaus zwischen Ärzten, Pflegern und Patienten müsse verbessert werden. Alles müsse durchschaubarer werden, Stichwort gläsernes Krankenhaus. Aus der Gruppe „Ambulante Versorgung“ kam der Vorschlag, per Umfrage bei allen niedergelassen Ärzten zu erfragen, was in den Praxen für die Patienten angeboten wird.

In den nächsten Wochen werden die Arbeitsgruppen weiter tagen. Das nächste größere Treffen, das die Stadt Hann. Münden mitorganisiert, ist für Dienstag, 30. Juni, im Geschwister-Scholl-Haus in Hann. Münden geplant. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Julia Bytom, Sprecherin der Stadt Hann. Münden, die den Aufbau des Netzwerks Gesundheit zusammen mit Jürgen Wiemer, Leiter des Bereichs Gesellschaft und Soziales der Stadt, begleitet, weist darauf hin, dass interessierte Bürger sich jederzeit an der Arbeit der Gruppen beteiligen können. Sie können sich an sie (0 55 41 / 75 255) oder an Jürgen Wiemer (0 55 41 /75 273) wenden, um Informationen zu den nächsten Treffen zu erhalten.

Bis September, so die grobe Marschrichtung, sollen greifbare Ergebnisse präsentiert werden können. Über die Arbeit des Netzwerks informiert die Stadt auch auf ihrer Internetseite. (ems)

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