Stundenlohn soll auf 10,35 Euro steigen

Gewerkschaft fordert mehr Lohn für Gebäudereiniger

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Landkreis Göttingen. Mehr Lohn für die rund 2030 Gebäudereiniger und Fensterputzer im Landkreis Göttingen fordert die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG Bau.

Die Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) Niedersachsen-Süd verlangt für die unterste Lohngruppe 80 Cent mehr pro Stunde, für die darüber folgenden Lohngruppen 6,4 Prozent mehr, teilt der Bezirksvorsitzende Friedrich Falk mit.

Damit würde der Tarif-Mindestlohn der Branche auf einen Stundenlohn von 10,35 Euro steigen. Mit dieser Forderung will die IG BAU in die bevorstehende Tarifrunde gehen. Davon würden neben den rund 1290 regulär beschäftigten Gebäudereinigern auch rund 740 Mini-Jobber im Kreis Göttingen profitieren.

„Der Lohn würde für das Reinigen von Büros und Schulen genauso gelten wie für das Saubermachen in Fabrikgebäuden“, sagt Friedrich Falk. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Niedersachsen-Süd will darüber hinaus „vernünftige Spielregeln gegen den enorm wachsenden Leistungsdruck“ in der Gebäudereinigung.

„Im Moment beherrscht ein Prinzip die Branche: Immer mehr Fläche putzen - ohne mehr Zeit, ohne mehr Geld. Das ist ‚Turbo-Putzen’ pur“, so Falk.Reinigungskräfte würden häufig Überstunden zum Null-Tarif leisten, um die ihnen zugeteilten Büroräume, Klassenzimmer oder Altenheime überhaupt zu schaffen. Lohnerhöhungen seien so „durch umsonst geleistete Mehrarbeit verpufft“. Damit müsse jetzt Schluss sein. Die IG BAU will den Leistungsdruck am Tariftisch regeln.

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