Kabelwerden verlegt 

Realverband sorgte sich um Feldwege

Hier sollen die Glasfaserkabel verlaufen: Achim Hübner (links) und Karsten Trauschke stehen in der Feldmark zwischen Bühren und Dankelshausen.
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Hier sollen die Glasfaserkabel verlaufen: Achim Hübner (links) und Karsten Trauschke stehen in der Feldmark zwischen Bühren und Dankelshausen.

Realverband der Teilungs- und Verkoppelungsinteressenten Dankelshausen hatte die Bauarbeiten an der Gemarkung zu Dankelshausen gestoppt

Der Glasfaserausbau der Goetel GmbH zwischen Bühren und Dankelshausen ist in der vergangenen Woche ins Stocken geraten. Der Realverband der Teilungs- und Verkoppelungsinteressenten Dankelshausen hatte die Bauarbeiten an der Gemarkung zu Dankelshausen gestoppt. Nach einigen klärenden Gesprächen kann der Bau nun weitergehen.

Der Realverband ist ein Zusammenschluss der Grundstückseigentümer. Die Mitglieder unterhalten die gemeinschaftlichen Wege, Gräben und Hecken, die nun vom Breitbandausbau betroffen sind.

„Es geht nicht darum, für Aufruhr zu sorgen“, betont Achim Hübner vom Landvolk Göttingen, der dem Realverband zur Seite steht. „Wir wollen die Kabel haben.“ Der Realverband sei lediglich unzufrieden mit der Art, wie das Bauvorhaben kommuniziert wurde. Gerade von einer in Göttingen ansässigen Firma habe man erwartet, dass sie die Grundstückseigentümer in der Region rechtzeitig anspreche.

Am 28. Mai habe Karsten Trauschke, Vorsitzender des Realverbands, über Dritte erfahren, dass die Bauarbeiten zwischen Bühren und Dankelshausen beginnen sollen, berichtet er. Er hatte daraufhin die Bauarbeiter vor Dankelshausen gestoppt.

Sorge um Haftungsfragen

Denn der Verband habe sich um den Zustand der Feldwege gesorgt, in dem sie andernorts hinterlassen worden seien. Außerdem sorge man sich um Haftungsfragen, wenn Kabel nicht tief genug in der Erde vergraben und später durch Landmaschinen beschädigt werden.

Durch den Baustopp wolle man zukünftigem Ärger zuvorkommen, sagt Achim Hübner. Kabelverlegungen seien für Landwirte nichts Unübliches. Wünschenswert sei es, dass die Grundstückeigentümer frühzeitig kontaktiert würden, damit eine Ortsbegehung und Zeitplanung stattfinden könne. Den Landwirten sei bei den Bauarbeiten wichtig, dass die Kabel nicht unter der Straße, sondern am Grünstreifen entlang verlegt werden, damit später die Straßen nicht unter den schweren Landfahrzeugen wegbrechen.

Vergangenen Donnerstag hatte es ein erstes Gespräch zwischen der Goetel, dem Realverband, dem Landvolk und der Gemeinde stattgefunden. Daran hatte auch Stefanie Freitag von der Samtgemeine teilgenommen. Es sei sinnvoll gewesen, das Gespräch zu führen und es sei gut verlaufen, sagte sie auf Anfrage. Anfang dieser Woche sind auch aus Sicht des Realverbands nun alle rechtlichen Fragen aus dem Weg geräumt und der Glasfaserausbau kann in Dankelshausen fortgesetzt werden.

Die Goetel informiert, die Gespräche seien positiv verlaufen, der Bau könne beginnen. Die Glasfaserkabel würden je nach Straße zwischen 60 bis 150 Zentimeter tief vergraben werden.

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