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Millionenbetrug im Internet: „Online-Trading“-Falle auch im Landkreis Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Gigantische Netzwerk hinter Online-Betrug aufgedeckt. Foto: Oliver Berg/Archiv
Die „Online-Trading“-Falle ist hochaktuell:. Die Polizei Göttingen warnt. (Symbolbild) © dpa-avis

Die „Online-Trading“-Falle ist hochaktuell: Die Geschädigten verlieren oft große Summen. Es gibt auch Fälle im Landkreis Göttingen. Die Polizei warnt nun.

Landkreis Göttingen – Zwei Opfer aus dem Landkreis Göttingen haben 2021 und 2022 mehr als zwei Millionen Euro durch eine Betrugsmasche im Internet verloren. Die Polizei warnt vor der Falle.

Polizei warnt vor Onlinebetrug

„Es sind Straftaten, die bei Privatpersonen derzeit wahrscheinlich den größten finanziellen Schaden anrichten“, sagt Kriminalhauptkommissar Christian Kalinowski von der Polizeiinspektion Göttingen über die „Online-Trading“-Falle.

Und so funktioniert die Masche: Die Täter stellen eine Plattform ins Netz, über die sich angeblich weit überdurchschnittlich gute Gewinne erzielen lassen. Diese bewerben sie im Internet und berufen sich dabei unter anderem auf Prominente, die angeblich ebenfalls erfolgreich investiert haben.

Sobald sich die Opfer auf der Plattform registriert haben, werden sie von dem vermeintlichen Anlageberater kontaktiert und ihnen wird der weitere Ablauf erklärt. „Das Geschäftsmodell ist für viele undurchsichtig. Aufgrund der versprochenen Gewinne und der geschickten Gesprächsführung lassen sich die Opfer dann leider doch zu oft zu einer Investition von einem zunächst kleinen Betrag überreden.

Betrüger überreden die Opfer zur Installation von Fernwartungssoftware

Oft installieren die Opfer zusätzlich Fernwartungssoftware auf ihrem PC, um technische Unterstützung von dem angeblichen Broker zu erhalten“, sagt Kalinowski. Die Einzahlung lässt sich auf der von den Tätern programmierten Homepage im Account des Opfers nachvollziehen. Dort sind auch schnell die ersten „Gewinne“ sichtbar. „Durch den engen Kontakt mit dem angeblichen Anlageberater und der immer weiter steigenden Gewinne lassen sich die Opfer zu weiteren Einzahlungen überreden“, so der Kriminalhauptkommissar.

Ein Opfer aus dem Landkreis Göttingen verlor auf diese Weise im vergangenen Jahr etwa 1,6 Millionen. In diesem Jahr gab es einen weiteren Fall mit einem Schaden von mehr als 600 000 Euro, so der Kriminalbeamte. Laut Kalinowski gilt für alle Fälle gleichermaßen: „Die vermeintliche Investition ist nur für die Täter ein Gewinn – die Opfer erleiden einen Totalverlust.“ (Bernd Schlegel)

Darauf sollten Verbraucher achten

Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn mit Gewinnen geworben wird, die weit über dem Durchschnitt liegen, sagt Kriminalhauptkommissar Christian Kalinowski. Bei unerwünschten Werbeanrufen ist es ratsam, einfach aufzulegen. Wer Geld in ein unbekanntes Finanzprodukt investieren will, sollte gegebenenfalls Rücksprache halten – zum Beispiel mit der eigenen Hausbank. Seriöse Finanzanbieter nutzen zudem keine Fernwartungssoftware

Im Jahr 2021 verlor eine Frau aus dem Raum Hann. Münden eine große Summe bei einem ähnlichen Trick. Auch in Northeim gab es Opfer der Masche. Die Polizei warnt auch vor Betrügereien beim Onlinekauf von gebrauchten Gegenständen.

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