Die Gollongs im Netz: Stiftung informiert im Internet über Gründung und Ziele

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Liebten Nienhagen: Der Schauspieler Christian Gollong und seine Frau Erika, Tänzerin am Kasseler Theater.

Nienhagen. Die Geschichte klingt ein wenig wie aus einem Märchenbuch und wird jetzt auch im Internet erzählt. Sie handelt von einem Schauspieler, der an das Kasseler Staatstheater kommt, sich dort in eine Balletttänzerin verliebt und sie schließlich zur Frau nimmt.

Während gemeinsamer Ferientage schließen sie ein kleines Dorf im Kaufunger so sehr ins Herz, dass sie ganz dort hinziehen und dem Ort später ein beträchtliches Vermögen von über einer halben Million Mark vermachen.

Die Rede ist vom Künstlerehepaar Christian und Erika ka Gollong, das sich 1941 in Nienhagen ein Haus kaufte und sich 1945 ganz dort niederließ. Sie waren damals 44 Jahre alt. Christian Gollong starb 1988, seine Frau Erika 1994. Beide haben ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof von Nienhagen gefunden. Ihre Erbschaft begründete die Gollong-Stiftung, die sich für die Förderung des Brauchtums einsetzt, örtliche Vereine unterstützt und jährlich den mit 500 Euro dotierten Gollongpreis vergibt, mit dem Staufenberger Bürger und Vereine ausgezeichnet werden, die sich besonders für die Allgemeinheit in der Gemeinde engagiert haben.

Im Haus der Gollongs, das zunächst die Schwester von Erika Gollong geerbt hatte, und später aus den Mitteln der Erbschaft von den Testamentsvollstreckern mit Zustimmung der Gemeinde Staufenberg zurückgekauft wurde, ist heute ein Dorfmuseum untergebracht, das der Kultur- und Heimatverein betreibt.

Auf ihrer neuen Internetseite stellt die Gollong-Stiftung (www.stiftung-gollong.de) sich nicht nur selbst vor. Ausführliche Informationen gibt es auch über das Leben und Wirken von Christian und Erika Gollong. Zudem stellt sie die Exponate im Dorfmuseum vor, illustriert mit zahlreichen Bildern, die einen Einblick in das Dorfleben in früherer Zeit geben. Weitere Fotos zeigen den Umbau des Hauses zum Museum.

Das Dorf- und Heimatmuseum im Gollong-Haus ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt wird nicht erhoben.

Von Ekkehard Maaß

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