Abfallexperten testeten Verbraucherverhalten in 22 Haushalten

Größere Tonne macht Gelben Sack überflüssig

Landkreis Göttingen/Werra-Meißner-Kreis. Eine 120-Liter-Hausmülltonne reicht für einen 3-PersonenHaushalt aus, um sowohl Restmüll als auch den Inhalt des Gelben Sacks aufzunehmen.

Das ist das Ergebnis eines Praxisversuchs des Witzenhausen-Instituts für Abfall, Umwelt und Energie GmbH. 22 Haushalte aus dem Werra-Meißner-Kreis sowie aus den  Landkreisen Kassel und Göttingen nahmen an dem Test teil.

Die Umweltforscher wollten herausfinden, wie groß die Mülltonne sein muss, um bei zweiwöchiger Abfuhr beides - Restmüll und Leichtverpackungen des Gelben Sacks - entsorgen zu können. Für den Versuch erhielten die Testhaushalte statt der 60-Liter-Tonne, sie gilt laut Satzung als Mindestgröße, eine 120-Liter-Tonne. Die Forscher gingen bei einem 3-Personen-Haushalt von einer Müllmenge pro Person von 40 Liter aus statt bisher 20 Liter.

Es stellte sich heraus, so das Witzenhausen-Institut, dass für knapp zwei Drittel der Testhaushalte die 120-Liter-Tonne ausreichte, um Restabfälle und Verpackungen zu schlucken. Bei etwa einem Drittel sei die vorhandene Menge hingegen zu gering gewesen.

Allerdings, betonen die Abfallexperten, hätten viele Testhaushalte in den von ihnen ausgefüllten Fragebögen die Einschränkung gemacht, dass die Menge von 120 Liter nur für den Normalfall ausreichend sei.

Für einen großen Teil der Testhaushalte sei der Versuch ein „Augenöffner“ gewesen, nämlich zu sehen, welche Masse an Verpackungen in den Haushalten anfällt. Bis auf einen Haushalt, der weiter lieber mit Gelben Sack getrennt sammeln will, hätten alle anderen den Versuch positiv beurteilt. Insbesondere der Wegfall der Gelben Säcke sei als „wahrer Segen“ empfunden worden: Keine lästige Zwischenlagerung mehr in den Haushalten, keine von Tieren - insbesondere Waschbären - ausgeräumten oder vom Winde verwehten Gelben Säcke. (kri)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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