Großmutter organisierte erneut Demo gegen Inobhutnahme von Kindern

Hann. Münden. Gegen die Inobhutnahme dreier Kinder durch das Jugendamt in Hann. Münden hat deren Großmutter, Andrea Jacob, erneut eine Demonstration organisiert.

Am Freitag, 25. April, von 10 bis 13 Uhr soll diese vor dem Amtsgericht in Hann. Münden stattfinden (oberer Schlossplatz), um, wie es in einem Schreiben von Andrea Jacob heißt, „dieser unerträglichen Behörden- und Justizwillkür Einhalt zu gebieten“. Jacob spricht davon, dass ihre Enkelkinder durch das Jugendamt „entführt“ worden seien.

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Wie berichtet hatte Anfang April das Amt eine Zehnjährige auf deren eigenen Wunsch in Obhut genommen und auf der Basis der Aussagen des Mädchens auch zwei jüngere Geschwister aus der Familie geholt. Für letzteres hatte das Jugendamt beim Amtsgericht eine einstweilige Anordnung beantragt und erhalten. Vergangene Woche fand in Hann. Münden die Verhandlung vor dem Familiengericht statt. Entscheidungen stünden immer noch aus, kritisiert Jacob.

Wilfried Kraft, Direktor des Amtsgerichts in Hann. Münden, verwahrt sich unterdessen gegen den Vorwurf der Willkür. Und er weise es als strafrechtlich relevante Beleidigung und Verleumdung zurück, Gericht und Jugendamt „Entführung und das Schinden von Kindern vorzuwerfen“.

Andrea Jacob sucht mit einem Internet-Aufruf nach drei ihrer Enkelkinder und schreibt darin von „Staatsterror und Kinderhandel“. Sie sieht sich als Vorkämpferin gegen Kindesraub und Eltern-Kind-Entfremdung, unterstützte etwa eine Petition vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Brüssel. Daher sieht sie in der aktuellen Inobhutnahme „einen abstoßenden Racheakt der Behörden, die meine Enkelkinder an Pflegeeltern und Heime verkauft haben“ heißt es da. (tns)

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