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Grundschule Uschlag nimmt an Hessen-Solar-Cup teil

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Von: Jens Döll

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Friedensboot gegen Gepard beim Rennen der Klassenstufe 4 in Uschlag.
Friedensboot gegen Gepard beim Rennen der Klassenstufe 4 in Uschlag. © Jens Döll

Schüler der Grundschule Uschlag qualifizieren sich für Hessen-Solar-Cup. Dafür gab es an der Schule einen Vorentscheid. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 und 4 nahmen teil.

Uschlag – Boote aus Holz und Styropor flitzen durch das Wasser, angetrieben von einem Solarmotor. Die Schüler der Jahrgänge 3 und 4 feuerten die Teams an. Ein halbes Jahr haben sie sich in einer „Forscher-AG“ am Nachmittag auf diesen Tag vorbereitet, den Gewinnern des Vorausscheides winkt eine Teilnahme beim Hessen-Solar-Cup auf dem Kasseler Königsplatz am Freitag, 24. Juni. Die Grundschule Uschlag nimmt zum ersten Mal an dem Cup teil, Ideengeberin war Lehrerin Julia Bangert. Zum Vorentscheid kamen Annette Birk und Andreas Scheel von der Uni Kassel. „Die Schule nimmt zum ersten Mal teil, daher stehen wir als Ansprechpartner vor Ort bereit und helfen mit“, sagte Birk.

Uschlag: Schule nimmt zum ersten Mal teil

Die Unruhe auf dem Schulhof war nahezu greifbar. Doch bevor die Wasserfahrzeuge, die jeweils von Gruppen von zwei bis drei Kindern gebaut wurden, endlich ihr Können unter Beweis stellen konnten, gab es noch einige erklärende Worte. Eine Auswahl zu treffen sei immer schwer und mache keinen Spaß, so Birk und Scheel, aber da noch viele weitere Schulen teilnehmen, komme man nicht darum herum. Die Erstplatzierten können auf jeden Fall beim Entscheid auf dem Königsplatz teilnehmen, höchstwahrscheinlich auch die Zweitplatzierten aus jeder Jahrgangsstufe. Insgesamt gebe es 50 Plätze für Teams, so Birk, die Hälfte sei momentan belegt. Es könne also auch passieren, das mehr als die jeweils ersten zwei aus den Klassen 3 und 4 teilnehmen können, man müsse aber abwarten.

Bootsrennen der Klasse 3: Fürs Steuern ist Andreas Scheel (Mitte) mit dem Stock zuständig.
Bootsrennen der Klasse 3: Fürs Steuern ist Andreas Scheel (Mitte) mit dem Stock zuständig. © Jens Döll

Dann hieß es: „Boote ab ins Wasser“. Da die flinken Schiffchen zwar einen Antrieb, aber keine Steuerung haben, wurde mit einer langen Stange manövriert. Zudem galten strenge Regeln. „Loslassen, nicht anstupsen“, ermahnte Scheel. Bei Missachtung wurde direkt der Neustart verhängt. Zuerst waren die Kinder aus der 3. Klasse dran. Sie hatten Holzboote gebaut, die Namen wie „Meerestierretter“, „Marienkäfer“ und „The Flowers“ trugen. Die Gefährte sollen noch weiter individualisiert werden.

Boote traten in Vorentscheid gegeneinader an

Fünf Boote traten an. Bejubelt und angefeuert wurde jedes. Für einen klaren Sieg gab es drei Punkte, bei Unentschieden bekam jedes Boot zwei Punkte. Am Ende, nach zahlreichen Rennen, errang das „Baumboot“ von Floristan und Joshua den ersten Platz. Die „Meerstierretter“ von Sarah und Marie errangen den zweiten Platz.

Die vier Boote der Klasse 4 waren aus Styropor gefertigt und sahen individueller aus, als die der jüngeren Schüler. So gab es einen Ferrari, der „AmpiFerrari“, ein Krokodil - „Crocodile“ – und eine schwimmende Ukraineflagge, das „Friedensboot“. Dieses Gefährt von Elisabeth und Samira errang nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen den ersten Platz. Auf dem Zweiten landete das Boot „Gepard“ von Liliana, Evolet und Joline. „Super Arbeit“, bescheinigte Andreas Scheel allen Teilnehmern. Es sei nicht selbstverständlich, dass alle Boote fahren. Er lud alle zum Cup auf den Königsplatz ein. „Bringt eure Freunde und Eltern mit“, fügte Annette Birk hinzu.

Beim Solar-Cup zählen dann neben der Geschwindigkeit auch die Gedanken, die sich die Schülerinnen und Schüler gemacht haben. Für jedes Gefährt muss ein Plakat entworfen werden, das fließt in die Wertung ein. Schulen aus ganz Nordhessen nehmen teil. Uschlag sei zwar Teil Niedersachsens, aber so nahe an Kassel, dass die Teilnahme der Schüler kein Problem sei.

Die Veranstaltung der Uni Kassel existiert seit 2002. Schüler und Auszubildende nehmen in Teams teil. Sie bauten zusammen mit ihren Lehrern Solar-Autos, -Boote und -Roboter. Eine Jury bewertet die Modelle und kürt die Sieger in den verschiedenen Kategorien. In den vergangenen zwei Coronajahren wurde der Solar Cup dezentral abgehalten. Dieses Jahr gibt es nun endlich wieder ein großes Spektakel. (Jens Döll)

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