Samstags, in geraden Kalenderwochen

Schedener Gulaschkanone an der B3 zieht Kunden an

Sebastian Pieske holt eine Kelle Suppe aus der Feldküche.
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Sebastian Pieske hatte die Idee zur Feldküche an der B3.

Der Andrang war groß und die Begeisterung noch größer als die Besucher am Samstag eifrig ihre Gulasch- oder Linsensuppe an der B3 in Scheden löffelten. Familie Pieske bietet vor ihrer Tischlerei seit Kurzem Essen aus der Feldküche an.

Durch vereinzelt aufgehängte Plakate und Auslage von Flyern war die Eröffnung angekündigt worden, den Rest besorgte die Mund-zu-Mund Propaganda. „Heiß, reichhaltig und absolut lecker“, hörte man von den Tischen her Besucher schwärmen. Manche nahmen Portionen in Mitnahmebehältern mit, doch die meisten Gäste löffelten die Suppe direkt vor Ort. Kleine Tischgruppen mit großzügigem Abstand, aber auch Stehtische konnten genutzt werden. Es werden zwei wechselnde Klassiker wie Erbsen-, Linsen-, Lauch-, Kohl-, Kürbissuppe, aber auch saisonale Gemüsesuppen sowie vegetarische Suppen angeboten.

Sebastian Pieske schöpft die Portionen mit seiner riesigen Kelle auf die Teller der Gäste. Der Probelauf im Juli war mit Erbsen- und Linsensuppe bereits ein Erfolg gewesen und jetzt dürfen sich Scheden und die umliegenden Dörfer auf die Samstage freuen, an denen die Gulaschkanone angefeuert wird.

„Die Idee ist mir nachts beim Träumen gekommen“, sagt Sebastian Pieske. „Wir sind viel auf der A 38 unterwegs, sehen dort die Feldküchen vielerorts stehen und da habe ich gesagt: So etwas brauchen wir in unserer Gegend auch. Es ist halt was anderes als Pommes und Bratwurst“, erzählt Pieske und der Andrang gibt ihm recht.

Ein ehemaliger Bundeswehrkoch bereitet die Hausmannskost zu. Es schmeckt „wie bei Muttern“, erzählen die Gäste. Pieskes besitzen seit dem Jahr 2019 für ihr „Fachwerk“ eine Gaststättenlizenz für ihren Saal und die Kneipe. Seit dem Jahr 2015 haben sie die leer stehenden Räumlichkeiten des Gebäudes, welches eine lange Kneipenhistorie hat, komplett saniert und mit einer Gastroküche ausgestattet. Frei nach dem Motto „Stillstand ist Rückschritt“ setzen sie ihre Ideen wie die Feldküche um, bieten in den neu gestalteten Räumen Feiermöglichkeiten inklusive Bewirtung oder veranstalten selbst kleine Events wie „Grünkohlessen“. Ab dem 24. Oktober werden ergänzend zur Feldküche an den ungeraden Kalenderwochenenden samstags „To-Go-Menüs“ mit deftiger Hausmannskost aber auch vegetarische Gerichte angeboten.

„Es ist besser gelaufen, als gedacht“, zieht Sebastian Pieske das Fazit am Ende des Tages. „Der große Schwung, teilweise ganze Familien mit Opa und Oma, kam gegen 13 Uhr. 350 Portionen Suppen habe er verkauft. „Es war wirklich schön.“

Service: An allen geraden Kalenderwochen steht samstags von 11 bis 14 Uhr in Scheden die Feldküche direkt an der Bundesstraße 3. Vorbestellungen unter 01 51/70 00 76 29 oder per Mail an (info@fachwerk-scheden.de. Nach Vereinbarung kann auch geliefert werden.

Von Margitta Hild (ymh)

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