„Tag des Hörens“ am 13. Mai

Das gute Hören entscheidet

Gutes Hören ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Gestaltung sozialer Beziehungen. Dies bestätigt eine Umfrage des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie (BVHI) anlässlich des „Tag des Hörens“ am 13. Mai.

Mit kostenlosen Hörtests und vielen anderen Aktionen machen BVHI und Hörgeräteakustiker im Rahmen der diesjährigen Kampagne zum Tag des Hörens vor allem die „Best Ager“ mit Hörsystemen vertraut.

Eine aktuelle Befragung von TNS Deutschland im Auftrag des BVHI zeigt, wie sehr eine Hörminderung zwischenmenschliche Beziehungen belasten kann und welche negativen Folgen dies zeitigt – im beruflichen wie im privaten Umfeld: 88 Prozent der Befragten erkennen in einer Hörminderung eine „starke Beeinträchtigung sozialer Beziehungen“.

Für 80 Prozent sind „Missverständnisse vorprogrammiert“ und über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) fühlen sich „verunsichert und wissen nicht, wie sie sich richtig verhalten sollen“, wenn ihr Gegenüber schlecht hört.

Handlungsbedarf ist gerade bei Älteren groß

Erfolgreiche Beziehungen und gelungene Kommunikation bauen also auf gutem Hörverstehen auf. Gerade im Alter nimmt dieses jedoch ab. Eine aktuelle Untersuchung belegt, dass unter den 70 bis 79-jährigen 42 Prozent eine Hörminderung aufweisen, bei den über 80-jährigen sind es sogar 72 Prozent.

„Umso überraschender ist es, dass nach aktuellen Zahlen gerade einmal 15 Prozent der Menschen über 60 Jahren, die ein Hörsystem benötigen, auch eines tragen“, so Dr. Stefan Zimmer, Geschäftsführer des BVHI.

Dabei ermöglicht die moderne Hörtechnologie, soziale Isolation zu überwinden und sich trotz einer Hörminderung an Konversationen mühelos zu beteiligen. Wird das Gehirn durch eine Hörhilfe entlastet, kann es auch andere Aufgaben besser bewältigen. „Wissenschaftlich ist belegt, dass Träger von Hörsystemen einer geringeren Unfallgefahr etwa durch Stürze ausgesetzt sind. Auch ist ihr Risiko, an einer Depression oder an Demenz zu erkranken, niedriger und ihre allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit höher“, so Zimmer.

Positive Bewertung von Hörsystemen

Eine aktuelle internationale Vergleichsstudie zeigt, dass in Deutschland 12 Prozent der Bevölkerung schwerhörig sind. Aber nur vier Prozent der Deutschen tragen ein Hörgerät. Lange Zeit wurde vermutet, Scham und die Angst vor Stigmatisierung hielten viele von einer Hörgeräteanpassung ab oder zögerten diese hinaus. Doch wie die Umfrage des BVHI bestätigt, ist dies unbegründet. Nicht nur Hörgeräte, sondern auch ihre Träger werden uneingeschränkt positiv bewertet. (nh)

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.