Grube ohne Inhalt

Firma aus Hamburg am Zug: Neues zum Grundstück am Südhang in Hann. Münden

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Es geht nicht voran: Mit Spezialplanen hat die Stadt Hann. Münden den Hang  sichern lassen, um ihn vor Erosion zu schützen. 

Am Südhang der Stadt Hann. Münden sollten eigentlich drei Mehrfamilienhäuser mit 19 Eigentumswohnungen stehen. Wäre da nicht dieses Problem. 

Aktualisiert am 13. November um 14.44 Uhr

Das Projekt liegt seit 2018 auf Eis, „aus Insolvenzgründen“, wie es in einer Mitteilung der Stadt Hann. Münden heißt. Um die Gefahr eines Hangrutsches bei Starkregen zu bannen, musste die Stadt Hann. Münden Ende 2018 die stillgelegte Baustelle absichern.

So hat sie eine Firma damit beauftragt, den Hang auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern mit einer Spezialfolie abzudecken, um ihn vor Erosion zu schützen.

Wasser in Hann. Münden musste abgeleitet werden

Zudem wurde zeitweise ein Entwässerungssystem mit Pumpen eingerichtet, um sich sammelndes Wasser abzuleiten. Für diese Sicherungsmaßnahmen seien der Stadt bisher rund 30.000 Euro an Kosten entstanden, sagt Julia Bytom, Sprecherin der Stadt Hann. Münden. Zudem sei die Stadt auch bei der Planung des Vorhabens und den statischen Berechnungen für das Projekt in Vorleistung getreten. Diese Kosten beziffert die Verwaltung auf rund 40.000 Euro.

Die Stadt sei aber optimistisch, dieses Geld von einem künftigen Investor zurückerstattet zu bekommen, so Bytom weiter. Die Suche nach einem Investor liegt nach Angaben der Stadt nun in den Händen die Angermann Consult GmbH, einer Unternehmensberatung mit Sitz in Hamburg, die unter anderem auf Immobilien aus Sondersituationen spezialisiert sei.

Stadt Hann. Münden ist offen für alternative Ideen 

Seitens der Stadt stehe man dabei auch alternativen Entwicklungsideen offen gegenüber, heißt es in einer Mitteilung. „Wir wollen zeitnah eine Lösung herbeiführen. Gerne hören wir uns hierfür Ideen von Investoren und Projektentwicklern an, die auch über eine klassische Wohnentwicklung hinausgehen können.

So könnten wir uns an dieser Stelle auch ein Pflegeheim oder altersgerechtes Wohnen vorstellen“, wird Bürgermeister Harald Wegener zitiert. Gläubigerbank und Wegener stünden in einem engen Austausch.

Die Angermann Consult GmbH werde das Grundstück nun bundesweit Projektentwicklern anbieten.

Erste lockere Gespräche habe es bereits gegeben, sagte Daniel Bethge, Projektleiter des Unternehmens.

Fehlinvestitionen bei Bauten gibt es immer wieder. So zuletzt in Niestetal. 

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