Handgemachter Hörgenuss von Jennes

Vor einem kleinen Publikum, das allerdings aktiv dabei war, trat Jennes aus Kassel im Café Aegidius auf: Bassist Dirk Stederoth, Sänger und Schlagzeuger Jens Domes (hier auch mit Gitarre) und Gitarrist Carsten Kries (von links). Foto: Siebert

Hann. Münden. Vielseitige Musik und Texte mit Wortwitz und Tiefgang: So hatte die Kasseler Band Jennes das Mündener Publikum schnell auf ihrer Seite. Das machte die mangelnde Masse durch umso mehr Begeisterung wieder wett.

„Beim ersten Mal waren wir in der Destille, heute spielen wir etwas mehr in der Stille“. Diesen Text auf Münden bezogen baute die Band Jennes aus Kassel in ihren Begrüßungssong „Hallo“ mit ein. Leider konnten sie am Freitagabend gerade mal rund 30 Gäste im Café Aegidius Hallo sagen. Doch die drei Bandmitglieder schien es nicht zu stören, umso mehr gingen sie auf das kleine aber sehr interessierte Publikum ein. Das wurde immer wieder mit einbezogen, zum Klatschen und Fingerschnipsen animiert. Und am Applaus gemessen, war das Café Aegiduis voll.

Die Dreierband hatte gesanglich jede Menge Überraschungen im Gepäck und dabei bekamen die Besucher Lust auf mehr. Die deutschen Texte bargen nicht nur Witz und Ironie, sie enthielten viel Tiefsinnigkeit in ihrer Beschreibung von Zwischenmenschlichem und Alltagsschnipseln.

In die handgemachte Mischung aus Rock, Pop und Schlager mogelten sich auch mal ein Tango oder eine Portion Ska. Deutlich wurden die enorme Spielfreude und die Kunst zu improvisieren. Der individuelle Stil des Gitarristen Carsten Kries und des Bassisten Dirk Stederoth sowie die wandlungsfähige Stimme des Sängers und Schlagzeugers Jens Domes boten eine wahren Hörgenuss. Das Trio brauchte keine Bühnenshow, die Qualität der Band überzeugte. (zpy)

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