"Heimat ist..." im Welfenschloss

Neue Ausstellung: Heimat zum Mitmachen im Hann. Mündener Museum

+
In der Heimatausstellung: Vitrine mit Souvenirs aus den Jahren 1930 bis 1998. In dem Album mit Sammelbildern von Rathäusern ist auch Hann. Münden vertreten. 

„Heimat ist …“ heißt die neue Ausstellung, die im Hann. Mündener Welfenschloss noch bis Sonntag, 22. Dezember, zu sehen ist.

 „Nach der Winterpause, wenn das Städtische Museum Anfang April wieder öffnet, wird sie auch weiterhin gezeigt“, berichtet die Leiterin Martina Krug. Die Sonderausstellung ist zum Mitmachen gedacht. Die Besucher werden beispielsweise gebeten, mitzuteilen, ob sie stärker unter Fernweh oder Heimweh leiden.

Sie können Musikstücke mit heimatlichem Bezug auswählen oder mit Fähnchen markieren, wo auf der Welt sie bereits waren. „Der Begriff Heimat hat sich in den letzten Jahrhunderten gewandelt“, sagt Martina Krug. 

Bedeutung von Heimat in der Gesellschaft

„Wir möchten mit den Besuchern an 14 Mitmachstationen herausfinden und dokumentieren, was Heimat heute für uns als Gesellschaft bedeutet“, erläutert sie. Souvenirs, die an Münden erinnern, aus der Zeit von 1920 bis 1998 sind in der neuen Schau ebenfalls zu sehen. Gezeigt wird unter anderem ein Buch über die Dreiflüssestadt aus dem Jahr 1930.

In dem Album mit Sammelbildern ist das Mündener Rathaus zu finden. „In lieblicher Landschaft liegt Hannoversch Münden, wo der unsterbliche Doktor Eisenbart einst lebte“, heißt es in dem Buch, das der Margarine-Hersteller Fritz Homann in Dissen (heute: Homann Feinkost GmbH) herausbrachte. Ein Teller in der Vitrine zeigt den Weserstein in Hann. Münden.

Stein aus dem Kaufunger Wald

Der Gedenkstein, der auf das Entstehen der Weser hinweist, wurde 1899 eingeweiht. „Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihre Namen büßen müssen, und hier entsteht durch diesen Kuss, deutsch bis zum Meer, der Weserfluss“ steht dort mit Datum vom 31. Juli 1899. Der mächtige Stein, ein Tertiär-Süßwasserquarzit, stammt aus dem Kaufunger Wald. Er wurde von dem Mündener Industriellen Carl Natermann (Haendler & Natermann) gestiftet, sein Sohn hat die Inschrift verfasst.

Die Kastanie neben dem Weserstein, die auf dem Zierteller ebenfalls zu sehen ist, wurde 1879 von dem örtlichen Verschönerungsverein gepflanzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.