Land hält 150.000 Tonnen Streusalz bereit

Bereit für Schnee und Eis rund um Hann. Münden

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Für den Winter gerüstet: Die Winterdienste in Niedersachsen und in der Region sind vorbereitet. Das Foto zeigt Uwe Bartel vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover, beim Schaufeln von Streusalz. (Symbolbild)

Die Winterdienste in Hann. Münden, Dransfeld und Staufenberg haben Streusalz eingelagert. Der Winter kann kommen. Für Privatleute gibt es aber etwas zu beachten. 

Niedersachsens Winterdienste sind für den nahenden Winter und glatte Straßen gerüstet. Insgesamt stünden Lagerkapazitäten für rund 150 000 Tonnen Streusalz zur Verfügung, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.

Winterdienst der Stadt Hann. Münden

Auch die Winterdienste im Altkreis Münden sind vorbereitet: Die Stadt Hann. Münden verwendet sogenanntes Feuchtsalz als Streumittel. Davon hat die Stadt aktuell 150 Tonnen eingelagert. Je nach Witterung könne der Verbrauch insgesamt bei 500 Tonnen liegen. 

Auf empfindlichen Flächen, wie beispielsweise Sandstein, werde zudem Sonderstreumittel auf Harnstoffbasis verwendet, teilte die Stadtverwaltung mit. Witterungsabhängig lägen die Kosten für das Feuchtsalz bei bis zu 40 000 Euro für einen Winter, das Sonderstreumittel koste etwa 300 Euro. 

Nicht eingerechnet seien die Personalkosten der Mitarbeiter des Baubetriebshofs, die sich für den Winterdienst einsatzbereit hielten.

So bereitet sich die Gemeinde Staufenberg auf den Winter vor

Die Gemeinde Staufenberg verwende aus Lagerungs- und technischen Gründen derzeit nur Streusalz. Davon sind 100 Tonnen eingelagert. 

Die Kosten für den Winterdienst seien nur schwer zu beziffern, in milden Wintern mit etwa 20 Einsatztagen lägen die Gesamtkosten für den Winterdienst bei 112 000 Euro, teilte die Gemeinde mit. 

Den Winterdienst für die 230 innerörtlichen und Gemeindeverbindungsstraßen sowie die gemeindlichen Einrichtungen mit einer Gesamtlänge von 75 km habe die Gemeinde dem Staufenberger Gemeindeservice übertragen.

So funktioniert der Winterdienst in Dransfeld

Die Samtgemeinde Dransfeld nutzt für ihren Winterdienst ebenfalls nur Streusalz. Dafür stehe ein Silo mit 78 Tonnen Inhalt bereit. Kosten könne man nicht genau beziffern, teilte die Samtgemeinde mit.

Reichen die Vorräte in Niedersachsen?

Im vergangenen Jahr wurden in ganz Niedersachsen knapp 57 000 Tonnen Salz benötigt. Mehr als 600 Streufahrzeuge sollen in diesem Jahr auf den Landstraßen und Autobahnen unterwegs sein. 

Eine Situation wie noch vor zehn Jahren, als es zu Engpässen bei der Salzversorgung kam, sei nicht zu erwarten, sagte eine Sprecherin der niedersächsischen Straßenbaubehörde. Sobald die Lager in zu weniger als 80 Prozent gefüllt sind, werde nachbestellt.mit dpa 

Streusalz für Privatleute nur im Ausnahmefall

Grundstückseigentümer müssen Gehwege von Schnee freischieben und bei Schnee- und Eisglätte abstreuen. Dafür sollen möglichst abstumpfende Mittel wie beispielsweise Granulate, Sand oder auch Splitt verwendet werden. 

Die Verwendung von Streusalz ist dagegen nur in Ausnahmefällen erlaubt, beispielsweise dann, wenn die anderen Mittel keine Wirkung zeigen oder an besonderen Gefahrenstellen wie bei Treppenrampen oder Brückenauf- und abgängen.

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